Hau rein, alter Freund

Lieber Norbi,

ich weiß, dass Dich diese Zeilen nie mehr erreichen werden, vielleicht schreibe ich Dir trotzdem, um für alle Zeit festzuhalten, was mich in diesem Moment beschäftigt, ganz eigennützig. Und um zu verstehen, dass Du gegangen bist und nicht mehr zurückkommst. Ich war alles andere als bereit, dich gehen zu lassen. Ich bin es immer noch nicht, zwischen wissen und verstehen und gar akzeptieren ist ein weiter Weg. Aber ehrlich gesagt, wäre ich auch in 100 Jahren nicht dazu bereit gewesen. Ich muss es trotzdem hinnehmen und begreifen, dass ich nie wieder Deine Stimme an der Gegensprechanlage höre, dass ich vor ein paar Wochen zum letzten Mal auf Dein „Norbert hier“ auf den Summer gedrückt habe. Dass ich dir unwissend zum letzten Mal die Treppe runter entgegenkam, um mich Deinen zwei Metern auch noch mit zwei Stufen Vorsprung entgegenzustrecken.

Du bist vor 13 Jahren als Kollege in mein Leben gekommen und hast es vor wenigen Tagen als enger Freund und Vertrauter völlig unvermittelt verlassen. Und doch nicht. Denn mir fallen immer mehr Geschichten und Anekdoten ein, die uns verbinden und die Dich für mich unsterblich machen. Erinnerst Du Dich noch daran, wie stolz du mir deinen riesigen, gelben Lego-Bagger vorgeführt hast? Und erinnerst Du Dich noch an mein blödes Gesicht, als Du ihn mir tags darauf komplett zerlegt in der Schachtel mit in den Weihnachtsurlaub gegeben hast mit dem Auftrag, ihn aufgebaut wieder zurückzugeben? Ich erinnere mich an viele Mittagspausen mit Dir, bei denen ich so lachen musste, dass ich tagelang Bauchmuskelkater hatte. Als Du mich in der Tiefgarage mal auf den Kopf gestellt hast, hätte ich mir vor Lachen fast in die Hose gemacht. Wir hatten etliche Insider, die außer uns keiner verstanden hätte. Du warst immer gut darin, anderen eine Freude zu machen, weil Du empathisch und lebensklug wie kaum ein Zweiter warst. Ein gemeinsamer Freund hat heute über Dich gesagt „being a good friend came naturally to him“ und ich finde, treffender kann man es nicht sagen.

Deine Art, Menschen zu beobachten und sich in sie hineinzudenken, hat dich ausgezeichnet. Ich kenne niemanden, der Dich nicht mochte. Du hast Dich ohne Berührungsängste in jede Gruppe eingefügt und eingebracht. Vielen Leuten ging es wie mir am Anfang – man hatte sofort einen Draht zu Dir und das Gefühl, Dich schon ewig zu kenne. Dich, den Sankt-Pauli- und Terry-Pratchett-Fan, den Elektronik-Bastler, den Hörbuch-Hörer, den Nerd, der am Schwäbischen regelmäßig scheiterte, („ich bin Westfale, ich habe hier Migrationshintergrund, sprecht mal richtiges Deutsch!“), aber nichts unversucht ließ, uns westfälisches Sprachgut unterzujubeln. Dass ein belegtes Brot „ne Knifte“ ist, dass ein grauer Himmel auf „usseliges“ Wetter hindeutet und welche Bedeutung ein Mettbrötchen für einen Westfalen hat – ich habe von Dir viel, auch viel unnützes Wissen, gelernt. Intelligente Ironie war immer Deine Lieblingssprache.

Was nicht heißen soll, dass Du nicht oft irrsinnig anstrengend warst, mein Lieber. Ich kenne niemanden, der so leidenschaftlich diskutiert hat, wie Du. Am liebsten über Politik. Zumindest hast Du es immer geschafft, den Gesprächsverlauf bei Trump, der AfD oder dem bedingungslosen Grundeinkommen enden zu lassen. Punk im Herzen. Dabei hast du nie Plattitüden wiederholt, mit Deinem unersättlichen Wissensdurst hast Du Dir angelesen, was anderen zu kompliziert warst, hast über deren „kognitive Dissonanz“ geschimpft, wenn Du sie argumentativ in die Ecke getrieben hattest. Und insgeheim immer Deinen Spaß an der Reibungswärme gehabt. Ich weiß genau, dass Du einfach gerne Recht behalten hast.

Du hast zwar immer damit kokettiert, dass Deine Geschwister alle Intelligenz der Familie auf sich gezogen haben, aber Du wusstest auch immer, dass das nicht stimmt. Wie oft hast Du selbst mich sprachlos argumentiert und mit Deinem Wissensschatz überrollt? Ich seh Dich noch vor mir, wie Du mich von der Seite anguckst, mit den Augen rollst und sagst „Mädchen, so was weiß man doch.“ Das hast du auch oft gesagt, wenn ich Dir eine Frage gestellt habe. Und ich wusste von vornherein, ich muss Zeit mitbringen. Denn sehr oft hast Du dann erstmal Luft geholt, die Hände überm Bauch verschränkt, Dich zurückgelehnt und ungefähr bei der Entstehungsgeschichte des Weltalls angefangen. Unterbrechen war dann nicht mehr, „lass mich das ganz kurz noch zu Ende erzählen“ – da war klar, ich kann mich nochmal setzen. Und mir und Dir noch einen Kaffee holen. Oder eine Kanne. Schwarz, ohne Milch und Zucker, aber mit Löffel. Im Nachhinein bringt mich das zum Schmunzeln, denn oft genug hatte ich nach Deiner umfassenden Erklärung vergessen, welche Ausgangsfrage uns zu diesem Diskurs gebracht hat. Und vielleicht war das ja auch Deine Taktik.

In solchen Augenblicken kam ganz oft die westfälische Seele durch. An den meisten Tagen begleitete dich eine liebenswerte Grummeligkeit wie eine Art Grundrauschen. „Altes Brain“, hast du gesagt, wenn Dir etwas nicht so leicht von der Hand gehen wollte, wie gewünscht. Wer Dich kannte, wusste aber zwischen den Zeilen zu lesen. Denn was nach außen ein bisschen spröde wirkte, war oft nur der Schutzwall für einen weichen Kern, in dem auch Tiefen schlummerten. Ich danke Dir für Dein Vertrauen, dass Du mich manchmal hast hinein- und hinabblicken lassen, damit ich besser verstehe, was Dich umtreibt und was Dich zu dem Menschen gemacht hat, der Du warst. Denn wir haben nicht nur zusammen ein paar meiner Gespenster verscheucht, wir haben auch manche Deiner alten Kisten aufgemacht, die Du eigentlich vor langer Zeit für immer geschlossen hattest. Bei manchen haben wir zusammen den Inhalt vom Staub der Zeit befreit, die Dinge gemeinsam betrachtet, eingeordnet, zurückgelegt und den Deckel wieder geschlossen. Bei anderen hat Dich allein die Beschriftung davon abgehalten, das Schloss aufzumachen. Oft hast Du mir trotzdem grob vom Inhalt erzählt und ich habe akzeptiert und verstanden, warum Du ihn nicht hervorholen willst.

Dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, war ohnehin nicht Dein Ding. Bescheidenheit, Loyalität und die Fähigkeit, nach Tiefschlägen wieder aufzustehen – das warst Du. Und wenn Du jetzt sehen würdest, wie ich hier sitze und um Dich weine, würdest Du mich unsanft in die Seite boxen und sagen, „Mädchen, hör auf zu flennen, ich kann das gar nicht ab.“

Vielleicht gelingt mir das nicht sofort, aber irgendwann, hoffe ich. Du hast immer gesagt, „schau mich an, ich werde nicht alt“. Ich wollte nicht, dass Du Recht behältst, aber Du hast halt wirklich immer gerne Recht behalten. Ich bleibe also hier und halte die Stellung, Großer. Und Du machst es Dir auf Deiner Wolke bequem und rollst ab und zu die Augen, wenn ich mal wieder eine dringende Frage an Dich hätte, legst die Stirn in Falten und murmelst „hab ich Dir denn gar nichts beigebracht, Mädchen? Sowas weiß man doch“.  Ich vermisse Dich, alter Freund. See you, würdest du sagen. Oder noch viel eher „Hau rein“. Mach ich. Versprochen.

Das Geheimnis ewiger Jugend – 2. Move your … you-know-what

Es könnte ein frühkindliche Prägung sein, aber der Wald ist mein happy place. Habe ich Kopfweh – geh ich in den Wald. Hab ich Bauchweh – geh ich in den Wald. Bedrückt mich etwas – geh ich in den Wald. Sorgen – Wald. Gut, bei Hunger und Durst hilft es jetzt eher weniger, aber nach dem Weg zum Kühlschrank hilft Wald meistens auch wieder. Das Rezept ist einfach: Ich laufe so lange, bis es wieder gut ist. (Wenn’s beim Laufen immer schlimmer wird, ist es der Blinddarm, aber dann ist der Wald ja immerhin auch diagnostisch wertvoll).

Worauf will ich hinaus? Beweg Dich! Der menschliche Körper ist nicht für Schreibtischarbeit gemacht, sonst wären wir sitzend geboren. Joggen, Walken, Nordic Walken, spazieren, rückwärtsgehen, wurscht: Bewegung ist DAS Allheilmittel für ganz viel für mich. Ich habe das große Glück, fast im Wald zu wohnen, ich brauche nur zur Tür raus und nach 500 Metern bin ich auf dem freien Feld und habe die ganze Alb zur Auswahl. Mittlerweile, Corona sei dank, kenne ich ziemlich viele Wege und jedes Reh beim Vornamen. Aber das macht es nicht fad.

Letztes Jahr habe ich beschlossen, dass ich mehr Bewegung brauche. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, am Jahresende 1000 km auf der Uhr zu haben. Am 31. Dezember war ich zum letzten Mal unterwegs und stand bei 1001,1 km. Dieses Jahr werden es 1111km. Nicht nur, weil ich mir beweisen will, dass ich das kann, sondern, weil ich erkannt habe, dass Laufen und Walken etwas mit mir macht.

Es fördert die Konzentration, die Ausdauer und die Kondition, es kräftigt den Körper und die Lunge und gleichzeitig bringt mich die Waldluft völlig runter. Es sei denn, zwei Rehe stehen urplötzlich vor mir auf dem Weg, wir starren uns geschockt zwei Sekunden an und die Vierbeiner nehmen Reißaus, während mein Puls durch die nichtvorhandene Decke geht. Aber das ist das bisschen Restrisiko, mit dem man leben muss in der Wildnis.

Was aber immer immer ist: Es geht mir gut, wenn ich nach Hause komme. Matsch an den Laufschuhen, Matsch an der Laufhose aber rote Wangen und Glück im Herzen. Und das hält neben der Infarktprävention, der Osteoporoseprävention und ganz vielen anderen positiven Nebenwirkungen eben auch jung. Also: Raus mit Euch.

Zum Nachlesen hat übrigens auch der Spiegel einen interessanten Bericht über die Wirkung von Waldluft veröffentlicht. Sag ich ja.

Das Geheimnis ewiger Jugend – 1. let’s talk about food

Alter ist nur eine Zahl, von der man sich nun wirklich nicht vorschreiben lassen kann, wie alt man ist. Aber alt aussehen, will man das? In Würde altern, ja. Nichts ist so schön, wie ein reifes Gesicht voller Ausstrahlung und Lachfalten.

Aber das ist nicht alt. Wirklich alt sehen für mich die Menschen aus, die verlernt haben, das Gute zu sehen. Die ihren Alltag „irgendwie“ meistern, die ihre Zeit mit „irgendwas“ verbringen. Denn Jugendlichkeit entsteht durch das Feuer, das in den Menschen brennt, für Dinge, für Aufgaben, fürs Leben, für andere. Wenn alle positive Energie gewichen ist und der Alltag als mühseliger Trott empfunden wird, sieht man das. Nicht umsonst muss man Verantwortung TRAGEN (und tut dies oft in ungesunder Haltung), sie LASTET auf unseren Schultern (und macht sie schief) und die Sorgen graben Falten in unsere Stirn.

Weil ich in den vergangenen Tagen tatsächlich oft gefragt wurde, wie man mit 40 aussieht, wie allerhöchstens Anfang 30 (you know who you are) hab ich drüber nachgedacht, was ich mir denn Gutes tue. Herausgekommen ist das Geheimnis der ewigen Jugend, das ich jetzt ganz exklusiv mit Euch teile. Aber ich warne Euch gleich vorab: Es könnte nicht jedem gefallen.

Denn im Grunde befolge ich ziemlich strikt die Rein-Raus-Regel (nicht was ihr jetzt denkt!): Wo etwas Gutes rauskommen soll, muss zuerst etwas Gutes rein – let’s talk about food!

Seit ich mit entzündetem Darm in der Notaufnahme gelandet bin, achte ich noch viel mehr als früher auf das, was ich esse. Die Regeln sind simpel: Ich esse zu 90 Prozent vegetarisch, ein- bis zweimal in der Woche gibt es aber Fisch. Ich muss mich also nicht zwingen, ausreichend Gemüse zu essen, es ist mein Hauptnahrungsmittel neben Nudeln und Reis natürlich. Ich esse bis auf Fenchel auch wirklich alles gerne, verzichte aber aus Gründen auf Kohl und Linsen.

Mein Tag beginnt mit Joghurt, Obst und Flocken – weil ich nicht abnehmen will und mir Kalorien völlig wurscht sind, gibt’s bei uns fast auschließlich griechischen Joghurt – es ist zwar fettiger als der andere, aber er ist eben auch leckerer. Ich schneide einen Apfel klein oder eine Kiwi, eine Birne oder eine Handvoll Blaubeeren – fertig ist die Portion Obst. Und weil ich wie gesagt nicht päpstlicher als der Ernährungspapst bin, gibt’s schon mal ein paar Löffel Schokomüsli drüber, aber auch alle anderen Haferflocken-Mischungen sind lecker. Es sei denn, sie beinhalten Rosinen. Dann sind sie ein Werk des Teufels und hochtoxisch.

Mittags gibt es wie gesagt Gemüse mit irgendwas. Das kann Ratatouile mit Reis sein, eine Zucchini-Feta-Pfanne, Spinat mit Kartoffeln, Grünkernbolognese mit Spaghetti oder oder oder.

Abends gibt es bei uns dann klassisch kalt, Brot, Brötchen, Tomatensalat, Gurke, sowas eben. Was es nicht niemals nie gibt: Dosenfutter. Das einzige, was ich aus Dosen esse, sind Mais und geschälte Tomaten. Aber weder landen zerkochte Erbsen noch zu Brei gegarte Möhren auf meinem Teller und schon gar keine fertigen Eintöpfe. Das einzige Fertiggericht, was ich jemals gegessen habe, dürfte Lasagne sein. Zu Teenagerzeiten. Ansonsten koche ich immer frisch und so gut wie immer selbst.

Weil ich generell glaube, dass Nahrungsmittel genau so, wie sie in ihrem Urzustand sind, am besten für uns sind. Nicht mit Fertigwürzmischung versetzt, nicht vorgekocht, nicht geschält, eingetütet und mit Trockenfertigsoße versehen. Das mag alles bequem sein, aber gesund ist es nicht. Im Übrigen ist es natürlich bequem, den Fisch in Aluschale, beklebt mit Fett, Würze und Bröseln einfach in den Ofen zu schieben. Aber mal ehrlich – schon allein die Bezeichnung Bordelaise ist ein Fake, denn die Mischung hat rein gar nichts mit der Französischen Bordelaise-Sauce gemein. Ein Stück frischer Lachs mit einer Handvoll Kräutern und Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer Auflaufform, umlegt mit kleingeschnittener Paprika, Brokkoli, Champignons, washaltwegmuss, dauert keine 15 Minuten, aber der Geschmack ist sensationell.

Ich bin nicht schleckig, ganz im Gegenteil. Ich bin ein großer Fan der einfachen Küche, allein schon, weil ich nicht die Zeit habe, wie eine ordentliche, schwäbische Hausfrau jeden Tag 2 Stunden in der Küche zu stehen. Kartoffeln, Rührei und Spinat? Wunderbar. Vollkornpasta mit einer schnellen Tomatensoße und Parmesanraspeln? Ich bin dabei.

Aber grundsätzlich will ich einfach möglichst genau überblicken, was da in mir landet, ohne eine ellenlange und zumeist kryptische Zutatenliste entschlüsseln zu müssen. Denn mein Körper ist alles, was ich habe. Meine Energie reicht nur dann für meine vielen Aufgaben aus, wenn ich sie konstant auf einem hohen Level halte. Und das kann ich nur leisten, wenn ich den Motor pflege und mit dem versorge, was er braucht. Du bist, was du isst, davon bin ich absolut überzeugt. Und ich bin eben nicht Bordelaise. Und Du auch nicht.

Wer jetzt ernsthaft behauptet, Fertiggerichte seien billiger, dem sei geraten, die Inhaltsstoffe und die Preise genau zu vergleichen. Viel Gemüse zu essen ist so ziemlich die günstigste Art der Ernährung. Und auch den Zeitfaktor lasse ich nicht wirklich gelten – es gibt mittlerweile unzählige Meal-Prep-Ideen im Netz und in Kochbüchern, wenngleich das Konzept früher einfach Vorkochen genannt und schon von unseren Müttern und Großmüttern praktiziert wurde.

Denn bei allem Zeitdruck stelle ich immer wieder fest – ich empfinde Essen nicht als ein Grundbedürfnis (also schon, aber nicht nur), sondern als einen ganz besonderen Moment des Tages. Wenn ich wirklich keine Zeit habe und in der Redaktion einen Salat nebenbei esse, bin ich abends unausgeglichen. Erstens ist mein innerer Monk auf eine warme Mahlzeit am Tag konditioniert und zweitens, und das ist noch viel schlimmer, finde ich Essen einfach toll und liebe es. The bunter, the better. Und im Übrigen liefert der Buchhändler Eures Vertrauens sicher auch in Corona-Zeiten gerne die neuesten Kochbücher bis zur Haustür. Ausreden lasse ich nicht gelten. Aber ihr wolltet es ja so. 🙂

Homeschooling – wie es wirklich ist…

Acht Uhr morgens an einem Frühstückstisch in Deutschland. Corona hat den normalen Schulbetrieb lahmgelegt, homeschooling is the new black. „Mama, heute mache ich ALLE Aufgaben, die noch übrig sind“, sagt das Kind und löffelt enthusiastisch Müsli. Ich grinse. „Es wäre schon gut, wenn Du ein paar davon machst“, sage ich. „Neee, ich mach ALLE. Und dann hab ich endlich richtige Ferien.“

Eine halbe Stunde später. Aus dem Kinderzimmer dröhnt König der Löwen. Das Kind grölt begeistert mit. „Naaaaaa na penjaaaaaa bababiiiiitzi babaaaaaa….“ Ich strecke meinen Kopf durch die Tür. „Wolltest du nicht deine Aufgaben machen?“ „Ja, aber ich muss erst noch singen.“ (Völlig klar. Wer kann schon morgens im Büro seine Arbeit aufnehmen, ohne vorher den Gefangenenchor von Nabuco geträllert zu haben, man kennt das ja.) „Zieh dich bitte an und dann mach dei…“ „JAHA“, unterbricht mich das Kind augenrollend und öffnet die Tür zum Schrank, wohl um den guten Willen zu demonstrieren.

Zwanzig Minuten später. Ich habe die Küche aufgeräumt und die Betten gemacht, Gläser vom Vorabend aus dem Esszimmer geholt und die Fenster zum Lüften aufgerissen. Wie um meine tägliche Runde zu untermalen, düdelt es im Kinderzimmer „der eeeewige Kreiiiis…“ Ich bremse auf dem Weg zwischen Bad und Küche erneut ein. Im Kinderzimmer liegt das Kind in Unterhose, Socken und Schlafanzugoberteil auf dem Boden, hat das Mäppchen ausgepackt – und malt hingebungsvoll ein Elsa-Bild an.

„Äh… sind das Deine Hausaufgaben?“ frage ich, obwohl ich mir die Antwort denken kann. „Nicht ganz, aber es war so halbfertig und ich muss das noch fertig machen, bevor ich mit der Arbeit anfangen kann.“ Ich mahne den großen Rest vom Wochenplan an, erkläre, wieviel des Pensums auf jeden Tag fällt. Das Kind tauscht genervt das Elsabild gegen ein Deutschblatt. Mittlerweile ist es kurz vor zehn.

Bei meiner nächsten Stippvisite höre ich das Kind schon vom Flur aus Sätze lesen und verzichte auf einen weiteren nervigen Besuch. Ein Blick durch den Türspalt zeigt ein Kind, das immer noch im halben Schlafanzug auf dem Parkett sitzt und immerhin Schulsachen vor sich ausgebreitet hat. „Willst Du Dich nicht mal anziehen?“ frage ich, unnötigerweise, durch die Tür. „Nein, im Schlafi kann ich besser lernen“, kommt zurück.

Kurze Zeit später finde ich sie in der Küche. „Ich hatte Durst“, sagt sie und mampft einen Muffin. Ihre Füße stecken in überdimensional großen Tigerpfoten-Hausschuhen. Am restlichen Outfit hat sich nichts geändert.

Als sie meinen Blick sieht, fügt sie an „und Hunger natürlich.“ „Kommst Du voran?“ frage ich. „Ja ja“, sagt sie aber es klingt ein bisschen wie „boah du nervst.“ Sie verschwindet wieder im Kinderzimmer. Keine zwei Minuten später: Kind steht mit Diadem auf dem Kopf vor dem Spiegel. „Was tust du?“ frage ich, mittlerweile ein wenig gereizt. „Das hab ich grad gefunden beim Aufräumen.“ „Wie, beim Aufräumen?“ Sie rollt die Augen, als hätte ich eine besonders blöde Frage gestellt. „DU sagst doch immer, ich soll mein Zimmer aufräumen!!“ – „Aber du sollst JETZT DEINE AUFGABEN MACHEN“, erwidere ich, laut genug, dass es Oma und Opa einen Stock tiefer auch wissen. „WIE DENN, IN DER SAUEREI?“ blafft das Kind zurück und mich beschleicht das blöde Gefühl, dass ich mich argumentativ jetzt irgendwie ins Aus katapultiert habe.

Ich hole Luft. Sehr viel Luft. Und beschließe, mich nicht auf die Palme bringen zu lassen und hole mir nach der Luft den dritten Kaffee. Aus dem Kinderzimmer klingt Rumpeln. Die Aufräumaktion ist offenbar größer angelegt und sehr gründlich. Wenige Minuten später läuft das Kind vollbepackt mit Schulsachen ins Esszimmer und verliert alle paar Meter ein Blatt. Ich folge ihm aufsammelnd und sehe seufzend dabei zu, wie es sich einen viel zu kleinen IKEA-Kinderhocker an den Esstisch stellt. Mit dem Kinn auf der Tischplatte und einem Gesichtsausdruck, als wäre sie das reinkarnierte Leiden Christi füllt sie der-die-das in ein Arbeitsblatt.

Ich ziehe mich in die Küche zurück. Zwei Minuten später. „Maaaamaaaa… heißt es der Sieb oder das Sieb?“ „Es heißt das Sieb“, antworte ich. „Aber Oma sagt immer der Sieb.“ „Das ist halt schwäbisch“, sage ich. „Ist das dann falsch?“, fragt sie. „Naja, eigentlich schon“, stelle ich klar. „Das muss ich gleich Oma erzählen“, sagt sie und steht schon an der Tür, als ich sie bremse. „Halt halt, erst machst Du Deine Aufgaben BITTE FERTIG“, sage ich.

„ABER ICH HABE KEINE LUUUUST“, jammert das Kind. „Ja sagst du das denn deiner Lehrerin im Unterricht auch?“ frage ich, während mir der Kaffee fast aus dem Becher schwappt.

„NE“, sagt das Kind und funkelt mich trotzig an, „aber die trinkt nicht den ganzen Morgen Kaffee und bei der muss ich auch nicht auf einem viel zu kleinen Stuhl und im SCHLAFANZUG lernen.“

WISSTER BESCHEID! Es ist alles MEINE SCHULD!

(Wir werden übrigens trotzdem fertig. Aber wir üben uns in Humor und Geduld. Und für alle, die schon gar nicht mehr wissen, was sie noch tun könnten, gäb’s hier das Karotten-Blatt und auch nochmal das Kartoffel-Blatt. DAS ist übrigens längst fertig. Natürlich.)

In aller Stille…

…habe ich gestern von meinem 40. Lebensjahr Abschied genommen und meinen runden Geburtstag in sehr kleinem Kreis auf sehr ungewöhnliche Art gefeiert: Nachdem mich meine Familie mit 40 Kerzen und einer gigantischen, herzförmigen Riesentorte geweckt hat, haben wir uns zu dritt in Wanderstiefeln auf unseren Hausberg begeben und sind – gewandert. Völlig allein. Die Sonne strahlte mit mir um die Wette und ich muss Euch sagen… was sonst ein Kuchen-Back-Tisch-deck-Hände-Schüttel-Dreikampf ist, war gestern völlig tiefenentspannt. Fast bin ich geneigt zu sagen, ich hätte noch nie einen so schönen Geburtstag erlebt, wie den gestrigen. Aber in Wirklichkeit ist jeder Geburtstag wunderschön. Der Vierziger geht auf alle Fälle als denkwürdig in meine Lebensgeschichte ein.

Und während wir so ziemlich allein in der Natur draußen waren, waren auch hier die Innenstädte mit Eisessern und Kaffeetrinkern bevölkert. Es ist müßig, sich zu fragen, was die letzten Ignoranten mit ihrem Wohlstandstrotz erreichen wollen. Vermutlich nicht, dass die kommenden Restriktionen ausbleiben oder schneller zu Ende gehen. Neulich habe ich den Satz gelesen „es ist doch nicht Krieg, was sollen wir uns alle in den Bunker zurückziehen?“. Das ist nicht nur völlig an der Sache vorbei, es ignoriert auch die Tatsache, dass unsere Bunker luxuriös mit eigenem Bad und eigener Toilette ausgestattet und viele von ihnen nach dem neuesten Hyggetrend interior-durchgestylt sind.

Wir sind nicht im Krieg, es ist nur ein bisschen mehr Solidarität und ein bisschen weniger ich-ich-ich gefragt. Die Erkenntnis, dass es nicht reicht, an die Selbstbeherrschung der Menschen zu appellieren, ist ja leider nicht neu. Es gab auch in der Bibel ein Paar, das die Finger nicht freiwillig von verbotenen Baum lassen konnte. Den Rest kennt man. Womöglich ist diese ignorante Bockigkeit damit begründet, dass die Menschen schlicht Angst davor haben, sich auf die Situation einzulassen. Dass die Kanzlerin eine Rede an die Nation hält – historisch. Dass Krankenhäuser Lazarett-Zelte aufbauen – beängstigend. Der Kaffee in der Innenstadt als letztes Stück erzwungener Normalität? Womöglich haben viele Angst vor der Konsequenz: Denn wer weder soziale Gesellschaft noch Shoppingfreuden noch das Bier am Stammtisch hat, ist gezwungen, sich mit sich selbst auseinander zu setzen.

Mit den eigenen Unzulänglichkeiten, die sich im getakteten Alltag leichter ausblenden lassen. Mit den eigenen Sorgen, die sich beim Bummeln besser verdrängen lassen als in stiller Einkehr auf der heimischen Couch. Und wer auf die Reflektion anderer aufs durchgestylte Outfit, auf die eigene Performance oder auf die Designerhandtasche angewiesen ist, um sich bestätigt und selbstbewusst zu fühlen, der hat mit einem Mal sein Publikum verloren und muss sich selbst genügen. Vielleicht sollte die Frage, warum Du das Rauchen nicht aufhören kannst, jetzt wieder Prioriät haben? Vielleicht sollte eine lange totgeschwiegene Sache zwischen Dir und wemauchimmer jetzt einfach mal geklärt werden? (Fernmündlich, freilich). Vielleicht ist jetzt die Zeit für lahme Ausreden endgültig vorbei? Ganz schön hart.

Das kann eine Krise sein. Aber auch eine Chance. Nämlich die, rauszufinden, wer Du wirklich bist. In einem historischen Luftloch aus Terminlosigkeit und innerer Nabelschau. Tust du in Deinem Leben das, was Dich glücklich macht? Nimm Dir Zeit, in Dich hineinzuhören: Das was Du am meisten vermisst, sollte das sein, was ansonsten die meiste Zeit Deines Handelns verbraucht. (Und für die, die nichts vermissen, weil sie derzeit wie auch sonst jeden Tag stundenlang im Chill’n’Netflix-Modus verbringen – herzlichen Glückwunsch. Nicht.)

Nutzt Du alle Deine Talente? Kennst Du sie überhaupt? Es ist eine nie dagewesene Zeit, Dinge in sich aufzuspüren, die Dich weiterbringen in Deiner Entwicklung. Vielleicht ergibt sich aus solidarischer Nachbarschaftshilfe ein neues Netzwerk, neue Aufgaben, die Dich erfüllen? Vielleicht hast Du jetzt Zeit und Muse, Dich einer Sache zu widmen, die bislang nur ein Hobby war, aber eine Existenzgrundlage oder ein zweites Standbein werden könnte? Grundsätzlich glaube ich fest daran, dass man jeden Tag Entscheidungen treffen kann und auch trifft, die das Leben verändern. Aber nie war die Zeit dafür so geeignet wie grade. Denn noch nie hat jemand so strikt die Pause-Taste für eine ganze Gesellschaft gedrückt. Also nutzt die freigewordene Energie für Positives. Wachst an Euch selbst, und ihr geht verändert und bestärkt aus der Zeit hervor.

Dass die Situation durchaus belastend sein kann – ich will es nicht schönreden. Denn während manche Zwangsurlaub abbauen und es danach einfach nahtlos weitergehen wird, verlieren andere im schlimmsten Fall ihren Job und müssen ihre Existenzgrundlage schließen. Auch die vielen helfenden Hände im Lebensmittelhandel, im sozialen oder medizinischen Bereich haben keine Chance, sich zurückzuziehen.

Was ich aber für mich entschieden habe: Ich trage meinen Teil dazu bei und bleibe einfach in meinen vier Wänden. Aber ich werde es nicht nur beim physischen Detox belassen, sondern auch social-media-distance schaffen. Denn die schlechten Nachrichten schlagen irgendwann auch dem sonnigsten Gemüt aufs selbige und die Schreckensmeldungen über weitere Erkrankte und Tote bringen uns nichts außer dieser mulmigen Zukunftsangst. Sogar jemand wie ich, der allein aus Berufsgründen neugierig und faktenversessen ist, braucht ein bisschen Abstand für den eigenen Seelenfrieden. Denn wenn der Optimismus noch vor dem Klopapier ausgeht, ist alles sch… Ich verzichte die kommenden Tage also auf facebook, denn außer Virologen, Verschwörungstheoretikern, Mahnern und Besserwissern findet man da grade nichts, was einen weiterbringt. Ich vertraue auf die Hauptnachrichten und widme mich ansonsten meinen ganz eigenen Baustellen. Zum Beispiel dem Graf von Monte Christo und seinen über 1000 Seiten. Wer übrigens noch unterhaltsame Lektüre braucht, dem lege ich mein erstes Buch wärmstens ans Herz, virenfrei, versprochen.

Zum Schluss der Rat einer alten, weisen Frau (das wollte ich schon immer mal sagen): Tut Euch und Euren Lieben etwas Gutes, bleibt daheim und bleibt positiv. Je weniger dieser Mist sich ausbreiten kann, desto schneller sind wir da alle zusammen durch.

Ran an die Kartoffeln!

Die erste Woche ohne Schule ist gestartet und wir haben das gemacht, was wir sonst montags nie tun: Geschlafen bis um acht. Weil wir’s können. Und weil ich heute Nacht nicht wirklich gut geschlafen habe. Und wenn ich mal wach bin und mein Hirn anfängt zu arbeiten, dann ist es nicht mehr zu bremsen. Und weil die Nacht zu kurz war, um meinen Plan für den Weltfrieden zu Ende zu denken, habe ich mich mal um den häuslichen Frieden der nächsten fünf Wochen gekümmert. Und ich hatte echt viele gute Ideen, die ich gerne mit euch teile. Zwar war der Plan, LaSignorina eben NICHT zum Mamabastelblog zu machen, aber ja mei – besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

Denn das Gute liegt völlig nah. Wir befassen uns mit dem Alltäglichen: Wir erarbeiten uns gemeinsam Themen, die uns begegnen. Das können die ersten Frühblüher sein, das können Tiere im Wasser sein, das könnte Musik oder Geschichte sein oder eben was ganz Banales wie unser Essen.

Lesen Sie also heute in der beliebten Reihe „Ernährungswissen für Kids“: Die Kartoffel. Weil es die zum Mittagessen gibt.

Die Kartoffel

Hand aufs Herz, liebe Mamas: Wo kommt die Kartoffel her? Wie viele Sorten gibt es? Wie wird sie angebaut? Ich habe mich auch erstmal schlau machen müssen, aber jetzt ist ein doppelseitiges Info-Blatt mit Fragen zum Text entstanden und das Kind ist schon eifrig am Vorlesen, Anmalen und Ausfüllen.

Hier gibt es einen guten Link für Kinder zum Thema Kartoffel, mein selbst erfundenes Arbeitsblatt gibt’s hier:

Wer übriges Lust auf exotische Pommes hat, sollte unbedingt mal Zimt-Pommes ausprobieren.

Tomaten-Zimt-Pommes

Kartoffeln schälen, in Streifen schneiden und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Zwei Teelöffel Olivenöl mit einem Esslöffel Tomatenmark, einem Teelöffel Zimt, einem Teelöffel Pfeffer und einem Teelöffel getrockneten Basilikum vermengen. Die Kartoffelstifte abtropfen lassen, in dem Ölgemisch schwenken und bei 180 Grad ca. 35 Minuten backen.

Dazu passt wunderbar eine vegane Mandel-Mayo, die ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen kann.

Mayo mit Mandelmus

Zwei Esslöffel Mandelmus mit 100 ml Wasser, dem Saft einer Zitrone, 200 ml Öl, zwei  Teelöffeln Senf, Salz, Pfeffer sowie je einem Teelöffel Gemüsebrühe, Kurkuma und Paprikapulver mischen und mit dem Pürierstab zu Mayonaise aufmixen. Im Kühlschrank wird sie noch ein bisschen fester. Die Mengenangaben ergeben ein ordentliches Töpfchen voll, am besten ihr lehnt Euch aus dem Fenster und ruft die Kids aus der Nachbarschaft zum Pommesessen zusammen. Nur so als Tipp.

Und nach all den kulinarischen Leckereien widme ich mich jetzt meinem nächsten Blatt: Die Karotte. Vielleicht haben wir nach fünf Wochen einen ganzen Ordner mit Blättern beieinander und sind alle ein bisschen alltagsschlauer. Mein heimlicher Plan ist ja, dass meine Tochter dann selbstständig kocht, Wäsche wäscht, bügelt und den Haushalt schmeißt. Dann brechen hier goldene Zeiten an. Und sagt nachher nicht, ihr hattet nicht die Chance, mitzumachen.

Und ganz im Ernst: Nie war die Chance größer, den Wissensdurst unserer Kinder zu stillen. Nehmt Euch Zeit für freies Lernen, Zeit für die Fragen, die sonst zu kurz kommen. (Und sagt bitte nicht, dass meine Tochter die Einzige ist, die mich vor unlösbare Fragen stellt wie warum der Himmel blau ist und warum Klaviertasten schwarz und weiß und nicht grün und rot sind und warum Menschen nicht ewig leben und WARUMWARUM) . Erkundet gemeinsam mit Euren Kindern Themengebiete, die Euch bisher unwichtig erschienen oder die ihr schlicht nie auf dem Schirm hattet. Hätte mir jemand vor ein paar Tagen erzählt, dass ich Mathearbeitsblätter und Kartoffelinfos zusammentrage, hätte ich müde gelächelt.

Apropos Mathe: Wer Lust auf Zahlenreihen und Textaufgaben hat: Hier gibt’s Nachschub.

Wer weiß, wohin uns die kindliche Neugier noch führt? Zu den Tieren im Wald? Zu Autos und Flugzeugen? Zum Raketenantrieb, zu Fragen zur Detektivarbeit? Ich bin unendlich gespannt! Und ich bleibe dabei: Die beste Zeit ist jetzt. Machen wir was draus.

Hurra, die Schule … findet daheim statt!

Wir haben noch nicht einmal die erste Woche des schulischen shutdowns angefangen und schon ist das Kind genervt davon. Ja, ihr habt es erfasst: Meine Tochter ist das seltsamste Kind ever, das bei der Aussicht auf fünf unterrichtsfreie Wochen inklusive Ausschlafen das große Heulen bekommt. Sie weiß zwar, dass sie Unterrichtsmaterial mit nach Hause bekommen wird und auch am heimischen Schreibtisch wird büffeln müssen. Aber das reicht ihr natürlich nicht.

Daher ist jetzt mütterliche Fantasie gefragt, um das Kind die fünf Wochen lang zu fördern und zu fordern. Ich habe mir also ein paar Aufgaben ausgedacht und weil nicht jeder Erstklässlerspontanlehrbeauftragte das Rad neu erfinden muss, teile ich sie gerne mit Euch. Weil ich so im Flow war, wird es einen zweiten Mathe-Teil geben und vielleicht auch ein Deutschblatt und ganz vielleicht werde ich in meinem zweiten Leben freiberuflicher Grundschul-Drill-Instructor.

Versteht mich nicht falsch – ich gehöre weiß Gott nicht zu den Supermüttern, die ihr Kind außerschulisch zu weiteren Aufgaben anhalten und in Wirklichkeit immer zwanzig Seiten Stoff voraus sind. (Es sind natürlich 35, was glaubt ihr denn). Aber das Kind bittet mich darum (scary, right?). Und das OBWOHL wir weder beim Babyschwimmen noch in der musikalischen Früherziehung noch im Pekip oder im (auf?) Elba und auch nicht im Säuglings-Feng-Shui waren. Das Kind muss hochbegabt sein. (Denke ich oft. Und dann behauptet sie mit einer an den Papst erinnernden Sturheit, dass 12 minus 4 17 ergäben. Und dann geht’s wieder.)

Und während Mama also muffinmampfend immer neue Rechenaufgaben austüftelt, während das Kind schon vor dem Drucker auf Nachschub wartet, arbeitet Little Miss Einstein enthusiastisch an ihrem IQ. Und wenn sie mal groß ist, wird sie ein Star und holt mich hier raus.

Und jetzt mal Flax beiseite: Klar könnte ich jammern, dass ich jetzt, auch während ich eigentlich arbeiten sollte, eine Siebenjährige am Bein habe, die einfach gar nicht richtig versteht, was auf der Welt grade los ist. Damit tun wir Erwachsene uns ja schon schwer. Das würde aber nur was an unserer guten Laune ändern und sonst gar nichts.

Ich kann die Zeit aber auch nutzen, mein Kind einfach zu genießen. Zuzuhören, wie sie liest. Zuzuschauen, wie sie immer flüssiger schreibt und rechnet, sie ein bisschen geistig zu kitzeln. Je weniger Aufhebens wir um den Zustand machen, desto leichter ist er zu ertragen. Wir machen es uns einfach schön. Und jetzt muss ich leider los. Hannah braucht Hilfe bei den Chinesischvokabeln. Ihr versteht das.

Viva Coronia, oder: Wie man mit Krisen umgeht

Mein Opa hat selten vom Krieg erzählt. Aber wenn, hatte ich düstere Bilder im Kopf. Kriegszeiten waren für mich schwarz-weiß. Nie hat in meiner Vorstellung jemand gelächelt. Nie einen Witz gerissen. Die Zeiten waren Ernst, also waren es die Menschen wohl auch. Und überhaupt – vermutlich hat auch die Sonne nie gescheint, die Jahreszeiten sind ausgefallen. Das öffentliche Leben hat nicht stattgefunden, die Menschen fristeten ein sorgenvolles und freudloses Dasein.

In den letzten Tagen habe ich begriffen, dass das ein großer Denkfehler war. Ich will die Corona-Krise sicher nicht mit kriegsähnlichen Zuständen vergleichen. Aber dennoch ist es ein gesellschaftlicher Ausnahmezustand, den niemand von uns jemals in dieser Form erlebt hat. Hamsterkäufe, ausgesetzte Schulpflicht – all das ist für uns neu und jeder geht anders mit der Lage um. Für mich als Journalistin ist Homeoffice nicht das allergrößte Problem – ich hatte zwei Wochen nach Mailand schon Zeit, mich damit zu arrangieren. Neu ist aber die Form der Berichterstattung – es findet ja schlicht nichts statt, worüber man berichten könnte. Also versuchen wir die aktuelle Situation so unaufgeregt, sachlich und transparent wie möglich für unsere Leser aufzubereiten.

Denn es ist eben jener Denkfehler, zu glauben, das Leben steht irgendwie still, nur weil wir uns in einem Ausnahmezustand befinden. Ich war gestern Vormittag eine gute Stunde laufen. Der Frühling bricht mit aller Macht durch, die Bäume werden grün, die ersten Blüten gehen auf. Während das Leben auf der einen Seite völlig kopf zu stehen scheint, ist es auf der anderen Seite wie immer, als läge nichts im Argen. Und die Menschen, die sich – mit Abstand – begegnen, tragen die Lage mit Fassung und mit Humor. Habt ihr die Videos aus Italien gesehen, auf denen Nachbarn gemeinsam über die Balkone hinweg singen? Großartig! Und genau das tut uns in diesen Tagen gut: Uns bewusst zu machen, dass sich die Erde weiterdreht. Dass wir diese Krise mit Vernunft, Ruhe und Solidarität meistern müssen aber auch meistern werden.

Und glaubt mir, mich trifft es grade auch ganz persönlich. Kommenden Mittwoch werde ich 40, ich hatte mich sehr auf meine große Feier Ende des Monats gefreut. Ich hatte einen Saal gemietet, coole Einladungen drucken lassen und verschickt, den Caterer bestellt. Und gestern Nachmittag mit wehem Herzen aber den Umständen geschuldet alles wieder storniert. Ich bleibe also so lange 39, bis der Virus im Griff ist und wir wieder in Feierlaune sind. Aber dann! (Heute kam ein über und über mit silbernen Pailletten bezogener Einteiler bei mir an, der wartet auf seinen Einsatz!)

Ich habe mir die Entscheidung tatsächlich am Ende leicht gemacht. Ich kann nicht behaupten, dass ich sie gerne getroffen habe, zu sehr hatte ich mich auf einen tollen Abend gefreut. Aber mir war wohler, als ich meinen Gästen die Nachricht geschickt hatte. Es läuft nicht weg, es wird nur besser.

Und gestern Abend, als der Druck dann von mir abgefallen war, habe ich etwas für mich beschlossen: Ganz egal, wie herausfordernd die kommenden Wochen werden mögen, wir werden das Beste daraus machen und gestärkt aus der Krise hervor gehen.

Und mehr noch: Wir werden aus dem Unvermeidlichen nicht nur das Beste machen, wir werden daran wachsen, wir werden die Zeit, die uns geschenkt wird, nutzen. Wir haben Zeit, die wir miteinander, mit unseren Kindern verbringen können. Wir haben Zeit, Rezepte auszuprobieren (die wir aus unseren Vorräten neu kreieren können), wir haben Zeit für all die ungelesenen Bücher, für die ungelernten Vokabeln, für die unausgemisteten Schränke. Was wir nicht tun werden, gut zuhören: Wir werden nicht jammern über die Situation. Sie ist alternativlos, da können wir auch genauso gut gut damit umgehen. Wir werden nicht klagen über die Einschränkungen unserer gewohnten Freiheit. Wenn wir jetzt alle miteinander besonnen sind und die Schwächsten in der Gesellschaft durch vernünftiges Handeln schützen, dann haben wir unsere Freiheit bald wieder. Und wir werden uns nicht von irrationalen Ängsten und Sorgen den Schlaf, die Laune oder den Hunger nehmen lassen.

Ich habe gleich heute morgen damit angefangen, meine Gedanken auf das Gute auszurichten: Weil in meinem Kühlschrank noch eine etwas weiche Zucchini und eine ebenso weiche Karotte lagen und wir (in diesen Zeiten erst Recht) möglichst wenig wegwerfen wollen, habe ich mir ein passendes Rezept gesucht. Denn immer nur Gemüse-Nudelaufläufe will ja auch keiner. Obwohl… 🙂 Bereit für ein paar unfassbar saftige, weiche, köstliche Gute-Laune-Muffins?

Das Rezept dafür:

1 Ei, 120g Zucker, 120 ml Öl (ich habe Rapsöl genommen), 100g Karotte geraspelt, 150g Zucchini, fein gestiftelt, 100g gemahlene Mandeln, 200g Mehl, 1/2 Päckchen Backpulver, 100g Zartbitterschokolade, fein gehackt.

Ich habe Ei, Zucker und Öl in einer Schüssel schaumig aufgeschlagen, die restlichen Zutaten hinzugegeben und gut verrührt. Bei 180 Grad im Backofen brauchen die Muffins (in gefetteten Blechen oder in Papierförmchen) 20 Minuten.

Sie sind frisch aus dem Ofen genauso lecker wie abgekühlt. Wie sie morgen schmecken, werde ich Euch vermutlich nicht sagen können. Aus Gründen.

Und weil wir jetzt alle miteinander, die wir Kinder haben, vor der Aufgabe stehen, die die kommenden Wochen zu bespaßen, zu fördern und bei Laune zu halten, habe ich jetzt noch eine Ausmalvorlage für Euch aus alten Beständen. Wer Lust auf „Leben im Wald“ hat, kann sich das Blanko-Bild hier so oft wie beliebt ausdrucken und anmalen. Zeigt mir Eure Werke auf Instagram, ich bin gespannt!

Im übrigen trägt hier vielleicht schon den ganzen Tag jemand den Pailletten-Onsie und während im Esszimmer Stayin Alive in Dauerschlaufe läuft, düdelt das Dschungelbuch aus dem Kinderzimmer und übers ganze Haus legt sich nicht nur der Duft von frischgebackenen Muffins, sondern auch ein etwas skurriler Klangteppich. In diesem Sinne: Ha-ha-ha-ha-Hakuna matata!

Ich packe in meinen Koffer…

…grundsätzlich zu viel. Und während es mir vor dem Urlaub noch einigermaßen Spaß macht, mir zu überlegen, wie das Wetter wohl wird (immer gut) und was ich alles anziehen möchte (von allem etwas und davon reichlich), ist mir das Koffereinpacken am Ende des Urlaubs und vor allem das Auspacken daheim wirklich ein Graus. Unvergessen der Wäscheberg, nachdem ich mit Mann und Kind im Winter (!) zwei Wochen (!) in Norwegen (!) verbracht hatte…

Da war Mailand Ende Februar hingegen völlig harmlos, erstens weil wir nur zu zweit waren und ich nur meinen Koffer packen musste und zweitens, weil selbst ich für vier Tage nicht den halben Schrank einpacke. Und diesesmal hatte ich superpraktische Koffertaschen (Amazon-Affiliate-Link) besorgt, die ich beim abendlichen Surfen auf Amazon zufällig entdeckt hatte.

Das Set besteht aus sechs Taschen mit Reißverschlüssen und Gummizügen, die in jeden normalen Koffer passen und dessen Raum so optimal ausnutzen Ich habe zwei der großen Taschen für Oberbekleidung genutzt, die kleinen für Unter- und Nachtwäsche, einen für die schmutzigen Sachen und einen für Kosmetik. Durch den Gummizug halten die zusammengelegten Oberteile wirklich gut zusammen ohne zu rutschen und damit zu knittern. Was ungetragen ist, kommt einwandfrei wieder raus und kann auch zurück in den Schrank. Das gesamte Set lässt sich übrigens zusammenfalten und in der mitglieferten Tasche platzsparend verstauen. Mein Mann, der für Schnickschnack übrigens nix übrig hat, war so begeistert, dass er auch eins möchte. Und das heißt jetzt wirklich was.

Ganz grundsätzlich habe ich mich in den letzten Jahren beim Shoppen tatsächlich dabei ertappt, wie ich immer wieder zu denselben Farben griff: Schwarz, weiß, grau, dunkelblau. Was jetzt zugegebenermaßen nach Frau Vorstandsvorsitzende klingt, ist absolut nicht langweilig – im Gegenteil, es erleichtert mir das Kombinieren ungemein. Hin und wieder kommt ein Teil in einer anderen Farbe dazu, so griff ich neulich zu einer zartmintgrünen Hose im Marleneschnitt und zum passenden Oberteil mit neongelben Ornamenten. Klingt zwar schräg, zeig ich Euch aber mal. Auch die rote Lederröhre passt auf den ersten Blick nicht ins Farbschema, aber dafür zu allen anderen Farben im Schrank.

Und so hatte ich auch beim Kofferpacken leichtes Spiel: Jeans sind so neutral, dass sie mit weißem Shirt und weißen Sneakern tagsüber zur Stadtbesichtigung ebenso taugen, wie abends unter einem dunklen Blazer mit Highheels. Ein Schal in stimmigen Farben wertet das weiße Shirt ebenso auf wie den dunkelblauen Mantel. Mein Koffer war also gerade einmal dreiviertel voll und ich hätte beim besten Willen nicht gewusst, was ich noch hätte mitnehmen wollen. Auf der Rückfahrt ging der Deckel dagegen grade noch so zu. Ich kann mir nicht erklären, was da passiert ist. Oder vielleicht doch. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mailand – von Hotspots, meinem Orientierungssinn und der Suche nach der Pizzeria.

Mailand steckt auf den ersten Blick nicht so sehr voller kunstgeschichtlicher Denkmale wie Rom, hat nicht den manchmal morbiden Charme Palermos. Mailand ist sehr speziell und eine meiner Lieblingsstädte, wenn es um schnell-mal-hin geht.

Il Duomo

Wer noch nie in Mailand war, muss natürlich als allererstes den unfassbar schönen, in Marmor gehüllten Dom gesehen haben. An dem führt kein Weg vorbei, das beweisen die Touristenmassen, die auch im Vorfrühling il duomo bevölkern, eigentlich la Basilica cattedrale metropolitana di Santa Maria Nascente. Wir haben es auch diesmal nicht geschafft, das Dach zu besichtigen, einerseits, weil uns die Warteschlange abgeschreckt hat (weil keiner vor zwei Wochen das mit Corona so Ernst nahm), andererseits, weil mein Mann mit der Höhe nicht gut kann. Bleibt also auf meiner to-do-Liste für Milano.

Il Duomo di Milano

La Galeria Vittorio Emanuele

Direkt neben dem Dom führt ein opulentes Tor direkt hinein in die wohl schönste Einkaufspassage der Welt. Mosaikböden und Stuck an den Wänden, ein Glasdach, das sich über die vier Gänge wölbt und in der Mitte zu einer Kuppel wird – die Galeria ist wirklich ein architektonisches Glanzstück und Heimat zahlreicher Luxusmarken und Flagstores.

Selbst wenn man dort nichts kauft, lohnt sich der Bummel durch die Galeria, die den Domplatz mit der Scala verbindet.

Der Mailänder Monumental-Friedhof, Cimitero Monumentale

Man muss nicht besonders morbid veranlagt sein, um diesen Friedhof zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zählen. Denn die Gräber sind nicht das, was wir von unseren Friedhöfen kennen, sie sind sakrale Bauten, richtige Kunstwerke. Viele von ihnen übersteigen bei weitem die Größe und Opulenz hiesiger Friedhofskapellen. Eines der berühmtesten Gräber ist das von Davide Campari: Es stellt das letzte Abendmahl dar mit überlebensgroßen Bronzefiguren.

Brera-Viertel

Eines der schönsten Viertel Mailands ist für mich das elegante Brera-Viertel. Enge Gassen, gepflegte Fassaden und schöne (wenngleich sehr exklusive) Schaufenster laden zum Bummeln und zu einem caffè in der Sonne ein. Und wenn ich mal alt bin, also richtig alt, dann ziehe ich nach Mailand und werde einer dieser eleganten Ü80-Jährigen, die im dunkelblauen Twinset mit Goldknöpfen, Stoffhose , Lackballerinas und riesiger, getönter Sonnenbrille durchs Breraviertel flanieren und über die Touristen nur den ondulierten Kopf schütteln. Stay tuned.

Navigli-Viertel

Wer Lust hat, sich ins Getümmel zu stürzen, ist vor allem am Wochenende im Kanalviertel Navigli gut aufgehoben. Ein Restaurant reiht sich ans andere, hin und wieder unterbrochen von einer kleinen Galerie oder einem Kunsthandwerksgeschäft. Wir haben alle unsere Unternehmungen mit der Metro angefahren, die vier Linien decken den Innenstadtbereich gut ab und der Takt ist mit zwei Minuten Wartezeit absolut perfekt.

Milano-Funfacts

Funfact I: Mit meinem Mann war ich zum ersten Mal in Mailand, im Jahr davor war ich allerdings schon mit meiner Mama dort. Dabei hatten wir ganz in der Nähe unseres Hotels eine Pizzeria aufgetan, die die unglaublichste, köstlichste Milaneser Pizza serviert. Ich wollte mit meinem Mann also unbedingt dorthin. Nun hat sich mein Orientierungssinn im Lauf der Jahre durchaus etwas gebessert, möchte ich sagen. Nur hilft einem das nichts, wenn man sich in der falschen Straße wähnt. Während ich also immer aus dem Hotelzimmer aufs vermeintliche Zentrum der Stadt schaute, lag das Zentrum tatsächlich 90 Grad weiter links. Möglicherweise war das auch der Grund, weswegen ich bei google maps ratlos Bilder aller möglicher Pizzerien betrachtete, die (eben nicht) in der Straße am Hotel lagen. Als mir am letzten Tag dann endlich einleuchtete, worin der Unterschied zwischen theoretisch Recht haben und praktisch daneben liegen liegt, haben wir die Pizzeria gefunden. Für alle Zeiten und für mich zum Nachlesen: Sie heißt La Bottega della Pizza con Piccola Cucina und befindet sich in der Via Bruno Buozzi, 102, 20099 Sesto San Giovanni. Google maps ist Euer Freund und das hier ist ein Serviceblog, bittedankegerngeschehen.

Funfact II: Seit Wochen lerne ich eifrig italienisch. Mit meinem „vorremmo pagare“ habe ich jedesmal zuverlässig den Kellner in Gang gesetzt, uns die Rechnung zu bringen. Beim Bezahlen an der Restaurantkasse konnte ich auf die Frage nach dem Tisch zuverlässig unseren Sitzplatz benennen und selbst als die zierliche, dunkelblonde Chefin des Ladens in irrem Tempo runterratterte, was wir alle gegessen und getrunken hatten, kam ich noch mit. Erst als sie mir dann den Betrag nannte und ich eine Sekunde überlegen musste, funkte mein Mann auf deutsch dazwischen und outete uns als Touris. Jedesmal. Aber immerhin hat er keine Gnotschis bestellt.

Funfact III: Wir sind mitten in die Milano Fashion Week geraten und ich war SO kurz davor, im Mini, mit zweierlei Socken in Higheels und dem Hotelbademantel an den Fotografen entlang zu flanieren, die alles geknipst haben, was irgendwie skurril und nach Fashion aussah. Dann fiel mir ein, dass es im Hotel gar keine Bademäntel gibt. Wie meine Modelkarriere endete, bevor sie begann, danke für nichts.

So. Jetzt warten wir alle, bis Corona durch ist und dann kommt Mailand wieder auf die Liste der Sehnsuchtsorte. (Vermutlich wäre die Schlange zum Domdach jetzt nicht so lang, na, wer traut sich? 😉 )