Vom schöner meckern und der Frage der Perspektive

Ich bin allein schon von Berufs wegen ein Nachrichtenjunkie. Nur selten entgehen mir die News, schon gar nicht, wenn sie mich interessieren und betreffen. Wie zum Beispiel die Sache mit dem verschärften Lockdown und den Schulschließungen bis Ende des Monats. (Und ich orakle mal ganz mutig, dass wir auch Ende Januar noch kein Licht am Ende des Tunnels sehen, aber was das für mich bedeutet, dazu später mehr.)

Die erste Woche Homeschooling liegt hinter uns und ich bin momentan verhalten optimistisch: Das lief ganz gut. Uns hat das deutschlandweite Serverproblem nur deswegen nicht betroffen, weil wir ganz analog mit Arbeitsblättern schaffen, wie so Dinosaurier. Für Grundschulen scheint die Sache mit dem digitalen Unterricht ungefähr so kompliziert zu sein wie seinerseits höhere Algebra für mich. Ich bin mir nicht sicher, wo es hakt: An der Hardware, an der Software, an den Lehrern, den Schulleitern oder womöglich an den Eltern, die finden, für kleine Kinder sei das alles noch nix. Am ehesten hakt es aber vermutlich auf der höhreren Ebene: Es frustriert mich zugegebenermaßen, dass wir eine Kultusministerin haben, die die Schuld überall sucht, nur nicht bei sich, die plötzlich mantraartig von bildungsabgehängten Kindern spricht, die es offenbar erst seit den letzten zehn Monaten gibt (und an denen keinesfalls unsere Sozialpolitik Anteil hat, woher auch) und die jetzt auf einen „Plan“ wartet. Wir warten mal mit und holen derweil analoge Arbeitsblätter. Im Süden nichts Neues.

Für mich bedeutet dass, dass sich Szenen wie diese Woche wiederholen: Ich sitze in der Online-Redaktionskonferenz und verfolge die Produktionsideen aller Ressorts für die kommende Ausgabe, schneide derweil Schneeflocken mit der Kinderschere aus, weil das Kind jammert, es komme nicht um die Ecken, und helfe, unlösbare Matheaufgaben zu lösen. (Keine höhere Algebra, da bin ich dann lost und hoffe auf mein intelligentes Kind). Irgendwann musste ich die Konferenz in meine Küche tragen, damit ich nebenbei im Nudelwasser rühren konnte und den Ton abschalten, damit ich dem Kind einen Text diktieren konnte. So mischten sich die Winterchaos-Themen der Redaktionskollegen mit meinen „Pe-ter geeeeeht Schlit-ten-fah-ren“-Sätzen und irgendwie ergab das in meinem Kopf am Ende ein schönes Gesamtbild. Es geht alles, aber nach dem Essen brauchte ich dann erstmal eine Pause. Von Kollegen, Nudeln und Dik-ta-ten.

Und jetzt die Hiobsbotschaft: Lockdown hat so gar nichts mit Lockerung zu tun. Und offensichtlich für 95% der Menschen auch nichts mit Verlockung. Außer, fettes Ätsch, für mich und für alle, die die Situation einfach annehmen können. Denn jetzt kommt’s: Dieser Lockdown braucht nichts weiter als eine Umkehr der Perspektive. Es ist nämlich in Wirklichkeit ganz großartig, nichts mehr zu müssen, lässt es doch so viel mehr Freiheiten, Dinge zu dürfen.

Die Wahrheit ist doch: Man meckert sich das Leben nicht schön. Der Virus wird nicht irgendwann sagen, ja gut, wenn ihr mich alle doof findet, dann verschwinde ich halt. Der Virus stellt alles in Frage. Er ist unbequem und er zwingt uns zu einem hohen Maß an Resilienz und auch geistiger Flexibilität. Die Menschen, die gegen alles sind, Maskentragen als Eingriff in die Selbstentfaltungsmöglichkeiten sehen, Kontakte bewusst nicht einschränken, sondern sich weiter mit Bussis begrüßen und in Clans Rodeln gehen, sie alle haben womöglich schlicht Angst, ihr Leben könnte ihnen entgleiten und die Isolation Dinge zutage bringen, die sich unter der hektischen Decke des Alltags bisher so gut ignorieren ließen.

Ich will nicht sagen, dass ich mich nicht auf einen Kinonachmittag, einen Abend bei meinem Lieblingsitaliener oder auf eine Wanderung mit Freunden freuen würde. Aber bis das wieder möglich ist, werde ich all das ungenutzte Potenzial ausschöpfen und so richtig in die Vollen gehen.

Wie? Ich verrat’s Euch. Seit geraumer Zeit lerne ich Italienisch. Nicht nur, weil ich mich schon heute auf meinen nächsten Besuch in Milano freue, sondern weil ich irgendwann chamäleongleich mit den Einheimischen verschmelzen möchte. Der Kurs findet zum Glück online weiterhin statt, aber wozu gibt’s das Internet? Jetzt ist die Zeit, richtig tief einzutauchen. Wer eine Sprache lernen möchte, kann das auch ganz komfortabel mit Lern-Apps tun, Sprachmagazine abonnieren, Liedtexte übersetzen… ihr glaubt nicht, was eine halbe Stunde täglich ausmacht.

Aber auch für die, die sich lieber handwerklich beschäftigen, ist die Zeit ganz großartig. Große Onlineverkaufsplattformen (um keine Werbung zu machen) oder auch der Einzelhändler vor Ort bieten Leinwände, Acrylfarben- und Pinselsets zum Bestellen oder Abholen an. Wer noch nie mit Pinsel und Leinwand gearbeitet hat, findet im Netz genügend Lernvideos und kann schon in wenigen Tagen ein eigenes Werk in den Händen halten oder ein neues Hobby für sich entdecken. Wem das alles zuviel Aufwand ist: Druckerpapier, Bleistift und ein Apfel als Stillebenmotiv sind auch ein Anfang. In Sachen Kreativität ist Pinterest übrigens eine unendliche Schatzkammer an Ideen. Wer gerne Fummelarbeiten mag, findet unter dem Stichwort Quilling unfassbar beeindruckende Kunstwerke zum Nachmachen. Nicht zur Verwechseln mit Quilting, aber wer sich schon immer mal mit der Funktionsweise seiner Nähmaschine auseinandersetzen wollte und die vielen Stoffreste verarbeiten will, auch dafür ist jetzt Zeit. Und wer keine Lust hat, Klamotten online zu bestellen, für den ist vielleicht auch die Bestellung im Stoffladen um die Ecke eine Möglichkeit, Schnittmuster für alles mögliche gibt’s zum Teil kostenlos im Netz.

Ich habe bei meiner Aufräumaktion jede Menge Kochbücher (wieder-)entdeckt, die mich auf ganz neue Ideen gebracht haben. Auch wer nicht gerne große und aufwendig kocht, findet oft einfache und schnelle Rezepte, die zum festen Bestandteil des Speiseplans werden können, wenn man sie nur mal ausprobiert. Die Zeit ist wie geschaffen für wärmende Suppen, deftige Eintöpfe und Ofengerichte.

Und wer einfach nur die Beine hochlegen und die Augen schließen will, kann sich aus einer unendlichen Fülle von Podcasts und Hörbüchern bedienen oder einfach mal wieder den ersten Band Harry Potter auf Englisch lesen. Tut der Seele UND dem Hirn gut. (Ich warne an dieser Stelle allerdings vor Büchern, die nicht guttun. Für mich sind das düstere, schwedische Krimis, bei denen es immer dunkel ist und die Protagonisten alle depressiv sind. Die verstören mich tatsächlich mehr als dass sie unterhalten, aber das muss jeder für sich rausfinden. Will sagen: Wenn die gute Laune bei Dir nicht ohnehin der Normalfall ist, dann zieh Dir keinen Trübsinn rein.)

Insofern gehe ich völlig entspannt wegen mir auch in einen kompletten Ein-Igel-Lockdown. Die Freiheit, mit meiner Familie die großartigste Zeit daraus zu machen, kann mir keiner nehmen. Und jetzt wartet der Hefeteig auf mich. Hausfrau des Jahres wird man schließlich nicht von selbst, ne?

„Ich habe heute leider kein Bild für Dich …“

Um es vorneweg zu nehmen: Ich liebe meinen Job sehr. Ich empfinde Schreiben als so nötig wie Atmen, liebe gute Geschichten, habe Spaß an der Recherche. Als Lokalredakteurin ist man tatsächlich nah dran an den Menschen, schreibt über lokalpolitische Prozesse und ordnet sie ein. In einer Sprache, die zum Beispiel komplexes Baurecht so für den Laien herunterbricht, dass er die Entscheidungen der Verwaltung begreifen und selbst bewerten kann. Man porträtiert Menschen und ihre Lebensgeschichten, arbeitet öde Haushaltszahlen so auf, dass sie lesenswert werden und hält die Entwicklung der eigenen Heimatstadt fest. Kurz: Der schönste Beruf ever. Auch wenn wir intern oft um Formulierungen ringen, um den richtigen Umgang mit heiklen Themen, um den richtigen Ton, um die richtige Größe und die richtige Einordnung. Was nach außen flott dahingetippt wirkt, hat oft eine längere Vorgeschichte, als der Leser glaubt.

Ein Teil des Jobs: Wir stehen in der Öffentlichkeit. Damit lebt man, es ist eine Begleiterscheinung, die viele Berufe und auch Ehrenämter eint. Ein Gemeinderat muss sich für sein Abstimmungsverhalten rechtfertigen, Ein Fußballtrainer für seine Mannschaftsaufstellung. Doch so sehr man sich an Fakten und Vernunft hält, nicht immer wird von allen Seiten gouttiert, was am Ende im Blatt zu lesen ist. Auch das liegt in der Natur der Sache. Denn eines habe ich gelernt: Fakten sind erstaunlich interpretationsfähig. Und als ich jüngst schrieb, mir sei Hass und Häme entgegengeschlagen, haben mich viele auf anderen Kanälen gefragt, was denn passiert sei.

Ich möchte nicht ins Detail gehen. Im Prinzip habe ich den Shitstorm nur damit ausgelöst, dass am Ende meiner Recherche, deren behördliche Quellen ich offen benannt habe, nicht das vom Tippgeber gewünschte Ergebnis zutage kam. Offenbar kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf. Es ist ein bisschen vergleichbar mit dem Politiker, der selbst schwer an Corona erkrankt war und nach intensivmedizinischer Behandlung zwar einräumt, dass er krank war, aber trotzdem leugnet, dass wir ein Pandemieproblem haben. Oder mit dem Präsidenten der USA, der zwar weiß, dass er verloren hat, aber in seiner Welt trotzdem gewonnen hat. Da werden aus Lügen schneller „alternative Fakten“ als man Wutbürger sagen kann.

Mir ist klar, dass die Schreiber jener wütenden Mails davon ausgehen, dass ich sie in die Pfanne hauen will. Persönlich. Als hätte ich irgendein Interesse daran, aber was weiß ich schon. Was ich mir erst selbst klar machen musste: Ich bin nur der Überbringer der Botschaft. Es ist zufällig mein Thema. Ich bin nicht Schuld am Ergebnis. Und meine Person ist auch nicht die richtige Adresse für die Wut über das, was meine Recherche zutage gebracht hat. Zum Teil verstehe ich das – wer will schon einsehen, dass er auf dem Holzweg war. Aber zum Teil verstehe ich das auch nicht – ich kann ja nichts dafür. Und wo die Grenzen des Anstands verlassen werden, muss ich nicht mehr mitgehen.

Eine ganze Weile lang argumentierte ich gegen die wutentbrannten Mails an. Erklärte die Begründung der Behörde für ihre Entscheidung, versuchte Denkfehler aufzuzeigen. Der Erfolg, ihr ahnt es, war gleich null. Schlimmer noch, ich bekam zu hören, ich sei einfach unfähig, böswillig, behördenhörig, dumm. Wenn das Gras blau ist, ist es halt blau. Und ich blind.

Das alles hatte sich kurz vor Weihnachten zugespitzt und ich hatte mehr daran zu knabbern, als mir lieb war. Dass man mich für unfähig hält, ist etwas, das ich wegstecken kann. Dass erwachsene Menschen aber Fakten stoisch ignorieren und mit „Trotzdem-Argumenten“ daher kommen wie Dreijährige in ihrer schlimmsten Phase, nicht aufhören können, wüste Beleidigungen in episch lange Mails zu packen und diese geradezu kampagnenartig zu verschicken, da war meine persönliche rote Linie überschritten. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was andere Kollegen sich anhören müssen, die in viel größerem Stil an solchen Fronten stehen.

Ich für mich beschloss, zwei Dinge zu tun: Gegen die infamsten Behauptungen, die mich nachts, tags, im Stundentakt erreichten, die sogar meine Familie mit einschlossen, habe ich rechtliche Mittel eingesetzt. Und alles andere habe ich losgelassen.

Das klingt einfacher, als es ist, war aber ein schwieriger, innerer Prozess. Und am Ende sehr effektiv. Ich, die auch intern bis zum letzten Tag darum gerungen hat, auch diese schwierigen Zeitgenossen ernstzunehmen und sie anzuhören, bin dem Rat meiner Chefs gefolgt und habe die Kommunikation eingestellt. Ich habe konsequent alles gelöscht, was mich triggern könnte und das Thema, das meine Arbeit über Monate geprägt und auch bereichert hat, beerdigt. Zumindest, was diese Quellen angeht.

Und ich habe noch etwas getan, was viel größer, wichtiger und schwieriger war: Ich habe verziehen. Nicht, weil die Gegenseite das verdient hätte, sondern weil ich es verdient habe. Dieses Gift, was mir wochenlang ungefragt ins Leben gekübelt wurde, hat keinen Platz hier. Hier ist Platz für Klarheit, für konstruktiven und gerne auch kritischen Dialog, für Respekt, für Wertschätzung und Achtung. Wer sich nicht an die Regeln hält, fliegt raus und wird konsequent vergessen. Der eigenen Seele zuliebe.

Das zu begreifen und umzusetzen war nicht einfach, aber es hat mich wachsen lassen. Und ein Ende des Prozesses ist noch lange nicht in Sicht.

Vorne, oben, leicht

So. Da bin ich wieder. Wenn mein Archiv nicht lügt, bin ich eine denkbar schlechte Bloggerin, jedenfalls was die Kontinuität angeht. Aber ich verrat Euch was – es liegt nicht am Schreiben, mir kam halt immer das Leben dazwischen. Trotz, oder vielleicht auch wegen der Pandemie.

So gab es hier keine bunten Urlaubsbilder, keine Wanderimpressionen, keine Bilder aus der Küche und auch sonst nix zu sehen. Aber ich schwöre: Wir haben gelebt, den Sommer genossen, im Herbst tonnenweise Äpfel zu Saft verarbeitet, Kekse gebacken, Weihnachten sehr besinnlich verbracht und waren an Silvester sehr lange auf. Das war’s dann auch schon mit dem Jahresrückblick.

Natürlich trägt auch unser Jahr den Corona-Stempel. Statt meinen vierzigsten Geburtstag mit einer rauschenden Party zu feiern, musste ich Gäste ausladen, das Kind neben dem Job durch den Lernstoff der ersten Klasse bugsieren und mich mit dem Gedanken anfreunden, dass Masken ab sofort zur Garderobe dazugehören.

Und wisst ihr was? Es beeinträchtigt mich, und das meine ich völlig ernst, nicht. Einfach nicht. Ja, ich weiß, das Wochenende in Mailand fällt erstmal aus. Zieh ich eben alles an, was ich eh schon im Schrank habe. Und ja, die Partys und die Abende mit Freunden fallen auch aus. Telefonieren wir eben öfter. Die Pizza holen wir ab, genau so wie die Blumen und die Bücher. Und dann ist da ja auch noch das Internet voller Wissen, Filme und E-Books… und wenn uns nach Bewegung ist, dann gehen wir einfach raus. Wir haben das große Glück, in einer Region zu leben, in der andere Urlaub machen, noch dazu ganz nah an der Natur.

Trotz aller Einschränkungen habe ich eines begriffen: Diese Pandemie, sofern wir natürlich alle von der Krankheit verschont bleiben, kann mir nichts nehmen. Kein bisschen Lebensfreude, kein Quäntchen Erfülltheit, kein Stückchen Freiheit. Denn all das ist ja schon in mir drin und da kommt keine Coronaverordnung hin. Ich entscheide, wie gut mein Leben ist. Als nicht „den Umständen entsprechend“, denn die Umstände sind halt da wie das Wetter. Kann man doof finden, ändert aber nix. Und so entscheide ich mich jeden Tag einfach dafür, alles schön zu machen nach den Regeln, die gelten und die ich für absolut sinnvoll halte.

Wer es sich nicht schön macht, hat es nicht schön. Wer über Abstandsregeln, Homeschooling, Hamsterkäufer, Maskentragen, Reiseverbote und alles andere jammern möchte, wird ruckzuck Gleichgesinnte finden und mehr als genug Möglichkeiten, sich im Jammertal zu treffen und im Selbstmitleid zu suhlen. Aber ist es so schön da? Ernsthaft?

Ich sage nicht, dass die Einschränkungen ein großer Spaß sind, aber sie sind kein Weltuntergang (und ja, großes Verständnis für alle, die um ihre Existenz bangen – aber danach geht es weiter.) Die Pandemie bringt die Stärken und Schwächen in jedem Einzelnen überdeutlich zum Vorschein, weil sie uns die Möglichkeit nimmt, vor uns selbst davonzulaufen. (Spoiler: Davonlaufen ist nie eine gute Idee, stellen wir uns dem doch jetzt, wo wir alle Zeit haben und räumen mit alten Sorgen mal gründlich auf.)

Und wie machen wir’s uns schön? Wir backen diese Cracker und Bananenbrot, Pizzaschiffchen und Muffins. Ich nehme lange Schaumbäder, lese gute Italien-Krimis, lerne brav Italienisch-Vokabeln, übe Klavier, zünde Kerzen an, genieße meinen Mittagsschlaf und meinen Kaffee danach und staune fast täglich über die glitzernde, weiße Winterpracht auf den Wegen rund um die Berge hinterm Haus. Und apropos Haus: Ich habe in den letzten Tagen des alten Jahres alle Schränke aufgeräumt, das Kinderzimmer auf links gedreht und ganz viele Dinge ausgemistet. Ich habe dabei 36 Müslischüsseln und 27 Blumenvasen gezählt, Mangel ist nichts, worüber wir jammern dürften. Uns geht es einfach gut, so gut, dass wir es manchmal übersehen, wie den Wald vor lauter Bäumen.

Und so wie ich davon überzeugt bin, dass man sich fürs Positive entscheiden kann, so glaube ich auch fest daran, dass man sich gegen das Negative entscheiden kann, ja, muss.

Denn die letzten Arbeitstage 2020 waren für mich sehr herausfordernd, einer meiner Artikel mit Kommentar hat Hass und Häme provoziert, die mir (von einer kleinen aber sehr lauten Gruppierung) fast kampagnenartig entgegenschlugen. Je mehr ich versucht hatte, meine Arbeit nachvollziehbar zu erklären, desto wirrer wurde die Argumentation der Gegenseite. Und irgendwann war ich an dem Punkt angelangt, an dem ich verstand, dass ich loslassen muss. (Erzähler: Und das dauerte ganz schön lange.)

Großartigerweise erfuhr ich aber in dieser Zeit nicht nur viel Zuspruch und Lob von anderer Seite (was man bei all der Hetze fast vergisst), auch meine Chefs, Freunde und Kollegen stärkten mir zu jeder Zeit den Rücken (ihr wisst, wer ihr seid, danke). Und Ende des Jahres schloss ich den Deckel des Laptops und beschloss damit gleichzeitig, dass die Geschichte damit beendet ist. Wenn Argumente nichts mehr zählen, ist jedes weitere Wort ziemlich müßig. Und siehe da: Es ward gut.

Und so bildeten sich vielleicht ganz aus Versehen zum Jahreswechsel gute Vorsätze, für die ja grundsätzlich jeder neue Tag geeignet ist. Ich werde weiterhin immer ein Ohr und ein Auge für gute Geschichten haben und völlig ergebnissoffen recherchieren, aber auch nicht mehr über jedes Stöckchen springen, das man mir hinhält. Stattdessen möchte ich die neu dazu gewonnene Stärke nutzen, mich mehr außerhalb der Komfortzone umzuschauen. Innere Stärke und Persönlichkeit sind wie ein Muskel, der wächst halt nicht auf der Couch. Mit dem Bewusstsein, dass da Herausforderungen auf mich zukommen werden, die groß sind, beschließe ich schon heute, dass ich schwere Dinge leicht nehmen werde. Ich werde dem Druck, dem Stress und dem Verdruss mit Energie, Elan und Leichtigkeit begegnen und sie einfach wegwischen. (Wer die alte Zewa-Werbung noch kennt: Genau so.) Die Dinge, auch die schweren, haben einfach nur das Gewicht, das man ihnen gibt. Also machen wir es einfach und leicht. Kommt ihr mit?

I’ll spin you round, round, baby…

Ich ging über die Brücke und schaute nach unten ins Wasser und überlegte, wie ich das felsige Ufer wohl zeichnen könnte, als es passierte – ich verlor mit einem Mal jeglichen Halt und stürzte in die Tiefe. Ich zuckte zusammen, wurde schlagartig hellwach und wusste, ich hatte nur geträumt, aber etwas anderes war leider kein Traum: Das Schlafzimmer, dessen Realität an die Stelle der Traumbrücke gerückt war, wirbelte vor meinen offenen Augen im Kreis herum, als würde mich in riesiger Strudel in die Tiefe saugen.

Von Montag auf Dienstag erlebte ich etwas derart Skurriles, das mir Wert scheint, es mit Euch zu teilen.

Ich lag also im Bett, kniff die Augen zu und wartete, bis der Schwindel aufhört. Nach wenigen Sekunden fuhr das Karrussell langsamer, dann kam es zum Stillstand. Das Schlafzimmer tat wieder das, was es nachts um halb vier tun sollte: Verdammt nochmal ganz still stehen. Ich drehte mich vorsichtig auf den Rücken. Was zum Geier war das denn? Ich lauschte in mich hinein. Kreislauf schloss ich aus, meine Beine waren sogar eher hochgelagert, mein Puls ging völlig ruhig und rhythmisch. Ich wartete. Nichts passierte. Und gerade, als ich mich nach einer guten Stunde soweit beruhigt hatte, dass ich hätte wieder einschlafen können, fing es wieder an – ich wirbelte ohne Vorwarnung samt Bett und Kopfkissen im Kreis herum, dass jeder Rummelplatz-Fahrgeschäftbetreiber vor Neid erblassen würde. Ganz ohne Fahrchip.

Mit Schlafen war es dann erstmal vorbei. Ich stand vorsichtig auf und trank ein Glas Wasser. Dann ging ich wieder ins Bett. Ohne Vorkommnisse. Aber ein zaghafter Blick ins Sprechzimmer von Dr. Google gab mir einen ersten Hinweis auf diesen plötzlichen Schwindel: Es könnte sich, wenn er durch eine bestimmte Kopfhaltung reproduzierbar ist, um einen Lagerungsschwindel handeln. Dieser wird durch winzige kristalline Steinchen im Ohr ausgelöst, die herumschwirren, wo sie nichts zu suchen haben. Beim Frühstück probierte ich es aus. Drehte meinen Kopf nach rechts – nichts. Aber nach links und etwas hinten – huuuuuuiiii!

Der Vormittag ging dank meines leicht verkrampften Geradeausguckens schwindelfrei vorbei. Mittags hätte ich mich gerne zehn Minuten hingelegt, aber schon wenige Zentimeter Richtung Horizontale sorgten wieder dafür, dass meine Umgebung ungut Fahrt aufnahm. Und dann beschloss ich, einen Bewegungsablauf auszuprobieren (bevor ich den Hausarzt konsultieren müsste, um nicht die nächsten Nächte im Sitzen zu verbringen).

Das sogenannte Lagerungsmanöver nach Epley klingt zwar zunächst wie eine Kriegslist, ist aber in Wirklichkeit viel simpler. Mein Mann las mir vor, was zu tun ist, während ich auf dem Badboden seine Anweisungen befolgte. Kleiner Tipp: Boden ist eine gute Idee, dann ist man wenigstens schon mal unten. Was auf den Bildern völlig entspannt aussieht, ist für den Betroffenen nämlich eine irre Achterbahnfahrt. Ich habe nach den ersten 30 Sekunden gewusst, dass die Schwindelsache grade nochmal ganz neue Dimensionen annimmt, aber wenigstens wurde mir nicht schlecht, wie es viele andere beschreiben … Kopf überstrecken, nach links drehen und hinlegen. Und während mein Mann die Sekunden quälend langsam herunterzählte und ich längst vergessen hatte, wo oben und unten ist und überhaupt in welcher Galaxie ich mich befand, müssen diese Steinchen in meinem Ohr verrutscht sein. Ich drehte den Kopf nach rechts und erneut wirbelte die Milchstraße umher, ich bin mir sicher, die Mongolei rauschte kurz am Badfenster vorbei und als mein Mann mich schließlich komplett auf die rechte Seite schickte, begegnete mir ein Kreuzfahrtschiff, auf dem grade Donald Trump an der Seite von Dr. Epley persönlich im Ufo landete. Kopfüber.

Nach anderthalb Minuten war der Spuk vorbei, ich durfte mich aufsetzen. Es dauerte mindestens eine weitere Minute, bis sich meine Finger aus dem Flausch des armen Badvorlegers lösten, bis der Griff vom Badschrank vor mir aufhörte, sich unkontrolliert zu bewegen und ich die Stimme meines Mannes wieder seinem statischen Bild zuordnen konnte.

„Und, besser?“, fragte er. Ich legte mich probehalber auf den Rücken. Und kniff die Augen zu. Aber – nichts passierte. Die Welt blieb völlig entspannt stehen. Lieber Dr. Epley: Post mortem meinen herzlichsten Dank für ihre Schwindelforschung. Die Kristalle im Ohr (Diamonds are a girls best friend, DIAMONDS, nicht CRYSTALS) sind offenbar dorthin ausgelagermanövriert, wo sie mein Gleichgewichtsorgan nicht stören. Und sollte der Schwindel wiederkommen, weiß ich mir zu helfen. Aber ich verzichte gerne auf eine Wiederholung.

Von schöner Haut und was sie mit Salatdressing zu tun haben könnte – Das Geheimnis ewiger Jugend, Teil 3 – auf die Pflege kommt es an

Werbung, unbezahlt / Es ist ganz leise und unbemerkt passiert, keineswegs mit einem großen Knall oder mit einer morgendlichen Erkenntnis vor dem Spiegel. Aber der Lauf der Dinge hat Fakten geschaffen, mit denen ich mich abfinden muss: Ich bin irgendwie 40 geworden. Und damit kein Kandidat mehr für die „young care“-Abteilung im Drogeriemarkt.

Weil sich „reife Haut“ aber für mich immer noch so weit weg anhört wie „best ager“, wie beige Trekking-Sandalen, war ich auf der Suche nach einer Pflege, die mich morgens vor dem Spiegel nicht laut seufzen lässt. Denn bisher war es tatsächlich oft so, dass meine Haut abends vorm Zubettgehen noch prall und rosig ausgesehen hatte, am anderen Morgen aber der Kissenabdruck der Nacht quer über die trocken-schuppige Wange lief.

Lange habe ich die Pflege von Shiseido benutzt und nutze sie auch heute noch. Aber das i-Tüpfelchen hat irgendwie gefehlt. Bis ich Linda kennen lernte. Sie betreibt in meiner Heimatstadt Balingen den Greenglow-Store (Werbung, unbezahlt) und kennt sich bestens aus in Sachen Naturkosmetik. Wir mailten (in Lockdown-Zeiten) ein bisschen hin und her, ich erklärte ihr, was ich suche, sie beriet mich, ganz im Sinne von support your local dealer. (Ihr supportet natürlich auch den local-Rasenmäherstore bitte, ich kann mich ja nicht um alles kümmern). Seit Neuestem hat Linda auch einen tollen Online-Shop.

Linda Helbig, Green Glow Store

Und weil ich von Berufs wegen neugierig bin, habe ich der Ladeninhaberin ein paar Fragen gestellt und sie um ein kleines Interview gebeten. Viel Spaß!

Wie sind Sie zu Ihrem schönen Geschäft gekommen, zu der Idee und zum Namen?

1. Wie bei vielen anderen Gründern, entstand auch meine Geschäftsidee aus einem eigenen „Problem“ heraus: Als ich vor einigen Jahren auf Naturkosmetik umgestiegen bin, wusste ich erst einmal nicht, wo ich anfangen soll. Ein großes virtuelles Angebot aber kaum Möglichkeiten, sich Produkte vor Ort anzuschauen und sich beraten zu lassen. Die modernen Brands gab es nur online oder eben viel zu weit entfernt.Und genau das wollte ich ändern! Ich wollte auch hier bei uns moderne Naturkosmetik zugänglich und „erlebbar“ machen. Um Farben, Konsistenzen, Gerüche etc. auch „live und in Farbe“ austesten und kennenlernen zu können. Es lag und liegt mir sehr am Herzen, den Menschen zu zeigen, was Naturkosmetik alles kann und was für tolle Brands aus aller Welt es mittlerweile gibt! Dann begann ich damit, mein Geschäftskonzept zu entwickeln, machte eine Ausbildung zur Natural Make-up Artist + Hairstylist und begab mich auf die Suche nach einer passenden Ladenfläche. Ich hatte mich sofort in das Gebäude mit der schönen Markise und dem unvergleichlichen Charme verliebt und das ist es letztendlich und glücklicherweise auch geworden. Natürlich war sehr viel Arbeit und Unterstützung von meinem Mann, Familie und Freunden nötig um innerhalb von 6 Wochen die ehemaligen Geschäftsräume in den „Green Glow Store“ zu verwandeln. Auf den Namen Green Glow bin ich tatsächlich sehr schnell gekommen. Ich habe eine Liste mit Begriffen geschrieben, die zu mir und zu meinem Konzept passen. Unter anderem: Clean, Beauty, Green, Organic, Natural etc. Und aus diesen einzelnen Worten hat sich dann irgendwann die Kombination „Green Glow“ ergeben und da war für mich sofort klar: das wird es! Der Name passt zu 100 % zu mir und meinem Konzept, da ich einen natürlichen Glow liebe. 

Welche Philosophie steht hinter Greenglow, worauf legen Sie Wert?

2. Mein größtes Ziel ist, mit dem Green Glow Store und den angebotenen Coachings und Workshops, den Menschen Naturkosmetik näher zu bringen und zu zeigen, dass es mittlerweile so tolle Naturkosmetik-Marken gibt, die absolut mit konventioneller Kosmetik mithalten können! Ganz ohne Chemie, Mikroplastik und Co.!Ich möchte die Unsicherheit nehmen, auf Naturkosmetik umzusteigen und in individuellen Coachings und Workshops eine Anleitung und Hilfestellung geben. 

Wenn Sie nur drei Produkte auf eine einsame Insel mitnehmen könnten, welche wären das?

3. Ohhh, das ist eine wirklich gemeine Frage für mich als Make-up Artist und Beauty-Liebhaberin ;-). Auf eine einsame Insel würde ich folgende 3 Beauty-Produkte mitnehmen: Sonnenschutz von Mádara für Gesicht & Körper, ein gutes Öl für die Haut – hier würde ich mich für das Arganöl von Kahina Giving Beauty entscheiden, da es ein absoluter Allrounder ist! Für Gesicht, Haare, Körper und zur Not auch als Salatdressing nutzbar 😉 und zu guter Letzt einen Gesichtsschwamm von The Konjac Sponge. Um das Gesicht zu reinigen, zu durchbluten und leicht zu peelen – auch hier wieder ein Produkt, das vielseitig anwendbar ist. Wenn es 3 dekorative Produkte sein dürften, würde ich mich übrigens für folgende 3 Produkte entscheiden: Die Limitless Lash Mascara von Ilia, ein Cream Blush von Kjaer Weis für Frische auf Wangen, Augen und Lippen sowie die getönte Sonnencreme von Laboratoires de Biarritz. Mit diesen 3 Produkten gelingt ein schöner, frischer Look! 

Danke für das Interview und die spannenden Einblicke!

Da die Reise auf die einsame Insel bei mir nicht anstand, mich wohl aber die Qual der Wahl plagte, entschied ich mich schließlich für ein Serum von Kahina, das Restorative Serum. Die Firma Kahina sagt dazu: „Kahina Giving Beauty spendet 25% des Profits aus seinen Produkten an die Berberfrauen aus Marokko, die das Öl mit jahrhundertealten, von Generation zu Generation weitergegebenen Methoden per Hand gewinnen. Das Geld wird für Lese-, Bildungs- sowie Frauenrechtsprogramme verwendet.“

Mein Eindruck

Das allererste, was mir auffiel, war der unbeschreiblich kräuterig-würzige Duft des Serums, das man tropfenweise aus einer Pipette auf die Hand geben kann. Das Serum, das mehr einem Öl ähnelt, zieht schnell ein und hinterlässt keinen fettigen Film auf der Haut, was ich vor allem tagsüber sehr angenehm finde. Die Basis ist Bio-Arganöl, außerdem sind Bio-Sanddornsamenöl, Bio-Granatapfel- und Kaffeeöl enthalten. Der Duft, der sich wirklich kaum beschreiben lässt, ist – so erklärt es der Hersteller – eine Mischung aus YlangYlang, Kamille und Neroli.

Und jetzt das wichtigste: Kahina verspricht, dass die Zusammensetzung aus Bio-Ölen und Nährstoffen die Haut verjüngt und gegen Alterung schützt. Ich nutze das Serum nun seit einigen Wochen und ob das mit der Alterung stimmt, kann ich frühestens in fünf Jahren sagen… 🙂 Was aber definitiv so ist: Meine Haut ist morgens nach dem Aufstehen zum ersten Mal prall und rosig, sieht straff und erholt aus. Die Knitterfalten sind verschwunden, die trockenen Stellen ebenso. Ich gebe zwei Tropfen in die Handflächen und verteile sie auf Wangen, Stirn, Nase und Kinn. Je nachdem wie ich mich fühle ergänze ich das durch ein bisschen Tages-/Nachtcreme oder belasse es sogar einfach dabei.

Danke liebe Frau Helbig für die nette Beratung, ich freue mich schon auf den nächsten Einkauf! (Dieser Post beruht einzig und allein auf meiner ehrlichen Begeisterung und wird nicht gesponsort.)

ROARRR!!! Gassi-Gehen mit Löwe leicht gemacht.

Werbung, in eigener Sache / Es ging alles blitzschnell. An einem verregneten Nachmittag vor wenigen Tagen stand ich mit meiner Tochter und ihrer Freundin im Atelier und schaute den Mädels beim Pinseln zu. Weil die beiden Spaß hatten und kein Ende des Malmittags in Sicht war, holte ich mir eine Leinwand aus dem Schrank und begann nach kurzem Überlegen einen Löwenkopf zu skizzieren.

„Der wird aber bunt“, meinte eines der Mädchen, als ich anfing, Acrylfarbe auf die Leinwand zu spachteln. „Aber pink fehlt noch im Bild“, fand sie. Und weil der Löwe ohnehin schon allerhand Farben hatte, bekam er kurzerhand eine ziemlich punkige Mähne in leuchtendem Pink. Pink-Punk-Leo. Die Kinder waren begeistert. Ich stellte das Bild zum Trocknen auf die Seite und war (ausnahmsweise) zufrieden mit meinem Werk.

Keine 24 Stunden später hatte es der Löwe auf Facebook geschafft und dort Fans gefunden. Ein ehemaliger Kollege (you know who you are! 😉 ) fand den kleinen Leo so gut, dass er ihn seiner Tochter (Lea!) fürs Kinderzimmer kaufte. Und nicht nur das: „Hast Du Dir schon mal überlegt, den Löwen auf T-Shirts zu drucken?“

Die Frage verblüffte mich zuerst total. Nein, auf die Idee wäre ich nie gekommen. Wer bitte würde einen Löwen auf einem T-Shirt tragen, fragte ich mich, um mir die Antwort im selben Moment selbst zu geben – also ich würde. Also startete ich eine kleine, nicht repräsentative Umfrage im Freundeskreis. Und tatsächlich: Der Löwe auf dem Shirt schien nicht so abwegig, wie ich zuerst dachte. Am selben Abend noch hatte der Lionking den Weg zu Spreadshirt gefunden. Und gut 24 Stunden nach Vollendung des Werks hatte ich so nicht nur das Original verkauft, sondern war auch noch stolze Spreadhop-Ladeneröffnerin. (Ein Klavier, ein Klavier … ein Shop, ein Shop!)

Wer sich jetzt also gerne einen Löwen als Haustier anschaffen möchte und ihn praktischerweise gleich auf dem T-Shirt Gassi führen möchte, kann sich sein persönliches Exemplar sichern. Ich habe den Link zum Shop rechts in der Sidebar verlinkt.

Mein Fazit: Unverhofft kommt oft und ich liebe liebe liebe es, kreativ zu sein und immer neue Ideen zu entwickeln. Die größte Hemmschwelle sind wir oft selbst, wenn es darum geht, neue Wege zu gehen. Ich bin dann mal im Atelier. Ich brüte schon die nächste Idee aus… stay tuned and ROARRR ON!!!

Ein Leben zwischen Bügelwäsche, Bisquittorte und Brokatgardine – #Tradwives, was ist los mit Euch?

Alle Bilder: Oberholster Venita /Pixabay

Frauen, kündigt Eure schlechtbezahlten Jobs, kehrt Eurer Karriere den Rücken und stattdessen täglich die Garageneinfahrt, in der ihr im adretten Kleid darauf wartet, dass Euer Mann von seiner anstrengenden Arbeit kommt, um ihn so richtig zu verwöhnen. Mit selbstgekochtem Essen, aufgeschüttelten Sofakissen und vorgewärmten Pantoffeln. Denn Frauen, ihr gehört von Natur aus nicht ins Büro, sondern an den Herd. Käsekuchen statt Karriere, Bügeln statt Business.

Wie alles begann…

Völliger Nonsens, sagt ihr? Ja, finde ich auch. Aber einer, der gerade große Wellen schlägt. Doch bevor ich mich heute so richtig in mein Thema vertiefe, bekommt ihr erst eine Schnellbleiche in Sachen Feminismus in Deutschland. Geht ganz schnell, versprochen. Der 30. November 1918 war für Frauen in Deutschland ein wichtiger Tag: Mit der Verordnung über die Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung bekamen sie das Recht zu Wählen zugesprochen.

Für die Frauen in der DDR war das Jahr 1966 nicht minder entscheidend: Das Familiengesetz verlangte, dass ein Ehepaar sich so organisiert, dass die Frau Beruf und Familie unter einen Hut bringen kann. Der Westen war da wesentlich konservativer: Bis ins Jahr 1977 (!) hieß es im Gesetz, dass die Frau in der Ehe den Haushalt in eigener Verantwortung führt und arbeiten gehen darf, „soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.“ Heißt: Legte der Mann ein Veto ein, blieb die Frau daheim und kümmerte sich um Heim und Kinder.

Wo wir heute stehen

Vieles hat sich seither geändert, will man meinen. Oder etwa nicht? Ich habe für ein Porträt vor ein paar Wochen mit dem Koordinator des Konflikttelefons in Baden-Württemberg gesprochen. Seine ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen immer dann parat, wenn es Streitigkeiten im Job gibt, die die Beteiligten nicht mehr alleine lösen können. Ich war davon ausgegangen, dass auch er eine Auswirkung der Corona-Krise spürt. Ich dachte, wer nicht mehr im Großraumbüro auf den Kollegen hockt, nicht mehr dem Flurfunk und dem Getratsche in der Kaffeeküche ausgeliefert ist, hat logischerweise auch keinen Stress und keinen Grund zu streiten mehr. Das Konflikttelefon müsste also stillstehen.

Doch weit gefehlt: Er erzählte mir, dass der Beratungsbedarf bei seiner Hotline um 50 Prozent gestiegen sei. Vor allem Frauen seien es, die kurz vor dem Zusammenklappen stünden. Frauen, an denen noch immer die Familienarbeit hängt. Die ihren Alltag jonglieren müssen zwischen dem Chef, der trotz Homeoffice Ergebnisse sehen will, den Kindern, die Hilfe beim Abarbeiten ihrer Homeschooling-Pläne brauchen, womöglich einem pflegebedürftigen Angehörigen und dem Haushalt, der ansonsten liegen bleiben würde. Frauen sind zwar die, die arbeiten gehen dürfen ohne die Zustimmung ihres Manns. Aber sie sind auch immer noch die, die häusliche Pflichten mit ihrem Berufswunsch vereinbaren müssen.

Zurück in alte Muster?

Und genau an diesem Punkt setzt eine neue Bewegung an, die in Großbritannien und den USA gerade immer mehr Anhängerinnen findet: Die Tradwives. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern traditional und wife zusammen und meint genau das: Die klassische Haus- und Ehefrau, wie es sie in den Fünfzigern und Sechzigern des letzten Jahrtausends gab. Die Slogans dieser Bewegung sind so rückwärtsgewandt, wie befremdlich: „Am woman’s place is in the home“, sagen sie. Frei übersetzt: Eine Frau gehört nach Hause.

Und, das ist der ganz entscheidende Punkt: Es ist der Wunsch der Frauen selbst, sich ganz auf die Rolle der Hausfrau und Mutter zu konzentrieren. Ein selbstgewähltes Dasein zwischen Bügelwäsche, Bisquittorte und Brokatgardine. Die Tradwives sehen es als ihre natürliche Aufgabe an, vor allem ihren Mann, aber auch die Kinder zu umsorgen und ihnen lästige Pflichten abzunehmen. Wer nach Bildern unter dem Hashtag #tradwife bei Instagram sucht, bekommt massenweise output: blankgewienerte Küchen, adrett gedeckte Mittagstische und strahlende Hausfrauen in gestärkten Schürzen, die Wäsche auf die Leine hängen. Es gleicht einer Rolle rückwärts in Heimatfilme der Sechziger. Wer „Die Frauen von Stepford“ gesehen hat, zieht automatisch ungute Parallelen.

Die BBC hat der Entwicklung eine Doku gewidmet und eine ihrer führenden Vertreterinnen, Alena Kate Pettitt, porträtiert. Diese beschreibt die Wahl, eine traditionelle Hausfrau zu sein, als eine Art erleichterndes Zu-sich-finden. Ihr Mann, der selbst konservative Werte für sich definiere, habe ihr dabei geholfen, die Rolle als „competing carreer-girl“ hinter sich zu lassen und ihre wahre Bestimmung zu leben. In der Reportage ist Alena meistens am Bügelbrett zu sehen, doch ihre Aufgaben seien vielfältig. „My job is housework“, sagt sie. Und dass es eine zutiefst selbstlose Aufgabe sei, mit ihrer Arbeit Mann und Kindern dabei zu helfen, das beste aus sich herauszuholen. Selbstlos wie in erstrebenswert, nicht wie in ausgebeutet.

Dass sie mit diesem gelebten, traditionellen Rollenbild vor allem der Weltanschauung sämtlicher rechter Strömungen entspricht, weist sie von sich. Dass der Entwicklungs-Radius der Frau auf die Entfernung zwischen Herd und Kreißsaal beschränkt ist (böse ausgedrückt) und dass sie mit ihrer Philosophie ziemlich gut in das Bild der Nazi-Herrschaft gepasst hätte – „I didn’t even know that“, sagt sie.

Ich würde nicht so weit gehen wollen, jemandem, der sich für dieses Rollenmodell entscheidet, politische Beweggründe zu unterstellen. Während in den USA hinter der Tradwives-Bewegung zwar die „White Supremacy“ steht, also die Vorherrschaft der weißen Amerikaner, ist die Engländerin Pettitt wohl eher vom nostaligschen Glanz vergangener Tage begeistert. In der Doku träumt sie von einer Zeit, in der Britain noch great war, weil man die Tür nicht abschließen musste und die Nachbarn kannte.

Ein befremdlicher Trend

Welche Gründe es auch sein mögen – mich ganz persönlich befremdet die Entwicklung massiv. Sie basiert darauf, dass die Ehefrau den Part der häuslichen Versorgung übernimmt, kein eigenes Einkommen und kaum Mitbestimmungsrecht hat. Denn „submission“ ist ebenso eine Tugend der Tradwives – Unterwerfung und Anpassung dem Mann gegenüber, dem in der Ehe die führende Rolle zugeschrieben wird. Und damit basiert sie auf Werten, die die gebeutelte und endlich wieder aufstrebende Nachkriegs-Industriegesellschaft in den Fünfzigern, also vor 70 Jahren, als neuen Spirit empfand. Und zwar hauptsächlich deswegen, weil man die Arbeitswelt, die zuvor ganz selbstverständlich von Frauen am Leben gehalten worden war, weil der Krieg viele Männern das Leben gekostet hatte, wieder für die Männerwelt freimachen wollte.

Irgendwie musste man den Frauen diesen Rückschritt an den Herd ja verkaufen und es gelang der Werbeindustrie mit adrett frisierten Frauen im Petticoat, die für einen neuen Kühlschrank und eine Waschmaschine ihren Beruf an den Nagel gehängt haben. Das hat funktioniert, aber mit Tradition hatte es nichts zu tun.

Was also ist an der blütenreinen Fassade der gar nicht so desperate Housewives also heute noch erstrebenswert (wo wir Frauen unsere Kühlschränke selbst kaufen könnten)? Was passiert heute, was passierte damals, wenn der umsorgte Gatte keine Lust mehr auf das betont heimelige House hat und sich eine andere sucht? Oder die Familie einfach so verlässt? Das Rollenmodell verliert die Existenzgrundlage. Und die Konsequenz für die Hausfrau? Ganz praktisch gedacht: Welcher Arbeitgeber schlägt begeistert die Hände überm Kopf zusammen, wenn eine Mitvierzigerin mit halbwüchsigen Kindern und ohne Berufserfahrung bei ihm anklopft und einen Job sucht? Und von welcher Rente will sie später leben?

Dieses Modell der traditionellen Rollenverteilung beruht darauf, dass Alleinverdienerpapa und Haushaltsmanagermama ein Leben lang selbiges teilen. Das ist jedem Paar bei der Eheschließung zu wünschen, nur: Es darf halt nicht schiefgehen. Ich komme ins Grübeln. Natürlich bekommen wir Frauen die Kinder und nehmen in der Regel eine Auszeit vom Berufsleben. Aber allein da fängt es ja schon an – die einen genießen drei oder mehr Jahre Elternzeit, andere gehen nach einem Jahr oder noch früher wieder zurück in den Job. Die einen, weil sie ihre Arbeit lieben, die anderen, weil die Familie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen ist. Spoiler: Nicht-repräsentative Umfragen sagen, sie machen es falsch, ganz egal, wie sie sich entscheiden.

Und überhaupt Finanzen: Wie fühlt es sich wohl an, für den Rest seines Lebens Haushaltsgeld zugewiesen zu bekommen? „There is always a buffer for me to buy things that I like for myself“, sagt Alena in der Doku. Es gebe immer ein bisschen Luft für Dinge, die sie sich selbst kaufen wolle beim Haushaltsgeld. Wie nett von ihrem Mann. Ist die traditionelle Rolle als Hausfrau und Mutter also eine Art neues Privileg? Ich bleibe daheim, weil wir uns das leisten können? So wie es die Tradwives darstellen, eher nicht. Sie tun es aus einer inneren Überzeugung heraus, dass das naturgegeben so sein müsse. Mit Unterdrückung habe das absolut nichts zu tun, schließlich sei die Wahl der Rolle absolut selbstbestimmt, eine Errungenschaft des Feminismus quasi.

Und während alle anderen Frauen den schmalen Grat zwischen Karriere und Familie entlanghasten, entledigen sich die Tradwives dieses Spagats ganz einfach, in dem sie sich für eins von beiden entscheiden. Sind sie in Wirklichkeit einfach cleverer, weil sie sich den oft zermürbenden Stress, alles zu wollen, nicht geben? Ich glaube nicht. Für mich ist dieses seltsam anmutende Schauspiel die Schöpfung eben jener Frauen, die keine Lust mehr haben, sich für ihre Wahl von Herd und Hausaufgabenbetreuung rechtfertigen zu müssen. Die keine Lust haben, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die die einfache Lösung einfach besser finden.

Der Preis dafür ist der goldene Käfig, Haushaltsgeld zu Beginn des Monats und ein ansonsten sorgen- weil verantwortungsloses Leben. Der Mann bringt das Geld nach Hause, also entscheidet er wie es ausgegeben wird. Im Gegenzug wird er bekocht und bekommt die Hemden gebügelt, muss sich weder um die Hausaufgaben der Kinder noch um Vorsorgetermine Gedanken machen. Und so lange Frauen in Teilzeit arbeiten (müssen) und Berufe ausüben, die für die Gesellschaft absolut relevant sind aber schlecht bezahlt, so lange ist die Entscheidung, sich dann eben ganz der Familie zu widmen, sogar irgendwie nachvollziehbar. 2019 verdienten Frauen in Deutschland 20 Prozent weniger als Männer. Das ist himmelschreiend ungerecht. Und genau daran sollte sich etwas ändern und das wird es nicht, wenn Frauen sich wieder dorthin zurückziehen, wo man sie in den Fünfzigern haben wollte: At home.

Ich wäre eine denkbar schlechte Tradwife. Ich koche zwar gerne, bin aber nicht jeden Tag voller Enthusiasmus am Herd. Rezepte, für die ich länger als 25 Minuten bräuchte, fallen hintenüber. Ich mag ein sauberes Zuhause und allein das ist der Grund, weswegen ich zu Lappen und Staubsauger greifen. Innere Befriedigung empfinde ich dabei nicht. Auch nicht beim Wäschezusammenlegen, wenngleich ich mit einer gewissen Sorgfalt ans Werk gehe. Meinem Mann allerdings begegne ich auf Augenhöhe und hier besteht sicherlich die größte Diskrepanz zwischen dem klassischen Rollenbild und mir. Niemand hat in unserer Ehe das Sagen, dafür hat jeder sein eigenes Konto und gibt Geld aus, wofür er möchte. (HAB ICH EUCH SCHON VON MEINEM NEUEN AUTO ERZÄHLT? Oh… ja, hab’s glaub erwähnt.) Eine Beziehung, in der ich meinem Mann diene, weil ich von seinem Goodwill abhänge, wäre für mich undenkbar. Nicht mal, wenn ich den ganzen Tag Petticoat tragen dürfte.

Und wenn ich meiner Tochter nur einen Rat mit auf den Weg geben dürfte, dann würde er lauten, „bewahr Dir stets Deine Unabhängigkeit“. Das beinhaltet nicht nur den Wunsch, mental frei zu bleiben von toxischen Beziehungen und ungesunden Abhängigkeitsverhältnissen, sondern auch im ganz praktischen Leben einen Job zu haben, der sie selbst trägt. Es sei denn, sie entscheidet sich später aus freien Stücken für ein Leben als Tradwife. Aber bei den Genen kann ich mir das eigentlich kaum vorstellen.

Das Alfa-Mädchen: Eine Foto-Love-Story…

Alfa Romeo Giulia

Kleine Vorwarnung gleich zu Beginn: Wer überhaupt nichts mit Autos am Hut hat, wird heute enttäuscht sein. Es hätte ein Outfit-Posting werden sollen, mit Auto zugegebenermaßen. Aber letztlich hat mir die weiße Schöne dermaßen die Schau gestohlen, dass ihr nun eben durch den Autospam durchmüsst. Die beste Kollegin von Welt hat sich den halben Nachmittag freigenommen, um vom neuen Auto (und mir, aber das ist Nebensache) Fotos zu machen. Wie es zu der Liebesgeschichte zwischen dem italienischen Blech und mir kam, lest ihr hier. Und jetzt: Viel Spaß beim Gucken!

Außerdem hat das Auto schnell Freundschaft geschlossen mit einem schwarzen Artgenossen. So oft sieht man Giulias eben nicht, und schon gar nicht im Doppelpack.

Ist das Kunst, oder … – David, der Alte und das kreative Kind

Über die Frage, was Kunst ist, haben sich schon viele Menschen den Kopf zerbrochen. Ich sehe es simpel – jeder, der sich traut, ist ein Künstler. Und seit wir unser Atelier bezogen haben, trauen wir uns ganz viel. Meine kleine Tochter und ich haben grade großen Spaß dran, Dinge auszuprobieren, sei es mit Farbe und Leinwand oder mit anderen Materialien. Neulich mussten wir mit Bedauern feststellen, dass unsere Fimo-Vorräte völlig hart geworden sind (gibt’s da nen Trick?). Also haben wir heute ein ganzes Kilo lufttrocknende Modelliermasse gekauft und uns den ganzen Nachmittag dem Knet-and-Error-Flow hingegeben. 😀 Wer spontan Lust auf kreatives Arbeiten hat: Hier werdet ihr fündig (Amazon-Affiliate-Link)

Während Hannah hingebungsvoll „Teig“ ausgewellt hat, um ein riesiges Herz auszustechen, formte ich vor mich hin und hatte plötzlich eine Art Eierkopf in der Hand. Und dann habe ich beschlossen, dass der Eierkopf eine Nase und einen Mund braucht. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber darauf kommt es nicht an. Wie jedes Gesicht hat auch mein „alter Mann“ Falten und Furchen. Die Arbeit mit den Händen, das Formen, das Herausarbeiten von Augenhöhlen und Nasenflügeln hat unheimlich viel Spaß gemacht.

Stichwort Spaß: Abgesehen davon, dass mich Hannah wirklich nur ganz selten fragt, was sie denn als nächstes tun soll, würde ich es mir auch nicht anmaßen, ihre Werke zu beeinflussen. Das einzige, was für mich zählt, ist, dass sie in ihrer Arbeit versinkt und Erfahrungen sammeln kann. So sind heute die Exponate „Hundeknochen“, „Vogelfutterstation“ und „Fantasie“ entstanden. Es gibt für mich nichts Spannenderes, als sie einfach machen zu lassen. Und wenn dann auf einer riesigen Leinwand unten links eine halbe (!) Palme zu sehen ist, oben rechts eine kleine Sonne und der Rest in Orange versinkt, dann ist das eben ihre Vorstellung von „Sonnenuntergang auf Hawaii“ und wer wäre ich, das verändern zu wollen, nur weil mein erwachsener Blick auf die Dinge ein anderer ist.

Unsere Kunstwerke trocknen noch eine Weile vor sich hin, bevor sie meine Atelier-Fensterbank zieren. Dasselbe geht übrigens auch gut mit Salzteig. Präsentiert man die Kinderkunst dann auf einfarbig schwarz (oder rot? Oder türkis?) gestrichenen, unterschiedlich hohen Holzwürfeln, sehen sie aus, wie ausgewählte Stücke aus dem skandinavischen Interior-Designshop. Man muss sich einfach trauen. Traut Euch!

Mein Industrial-Style-Atelier

Hier sind noch einmal ein paar Impressionen aus dem Atelier – es fügt sich Stück für Stück zusammen. Heute habe ich endlich diese tollen Vintage-Industrial-Style-Stühle vom Dachboden nebenan holen können (und putzen, fragt nicht), sie sind künftig meine Ablage für Bücher. Oder für Besucher. Man wird sehen. 🙂

Ob ich die Spinde wohl noch mit Tafelfarbe streichen soll? Schwarz? Dunkelgrau? Was meint ihr?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!