Das Geheimnis ewiger Jugend – 2. Move your … you-know-what

Es könnte ein frühkindliche Prägung sein, aber der Wald ist mein happy place. Habe ich Kopfweh – geh ich in den Wald. Hab ich Bauchweh – geh ich in den Wald. Bedrückt mich etwas – geh ich in den Wald. Sorgen – Wald. Gut, bei Hunger und Durst hilft es jetzt eher weniger, aber nach dem Weg zum Kühlschrank hilft Wald meistens auch wieder. Das Rezept ist einfach: Ich laufe so lange, bis es wieder gut ist. (Wenn’s beim Laufen immer schlimmer wird, ist es der Blinddarm, aber dann ist der Wald ja immerhin auch diagnostisch wertvoll).

Worauf will ich hinaus? Beweg Dich! Der menschliche Körper ist nicht für Schreibtischarbeit gemacht, sonst wären wir sitzend geboren. Joggen, Walken, Nordic Walken, spazieren, rückwärtsgehen, wurscht: Bewegung ist DAS Allheilmittel für ganz viel für mich. Ich habe das große Glück, fast im Wald zu wohnen, ich brauche nur zur Tür raus und nach 500 Metern bin ich auf dem freien Feld und habe die ganze Alb zur Auswahl. Mittlerweile, Corona sei dank, kenne ich ziemlich viele Wege und jedes Reh beim Vornamen. Aber das macht es nicht fad.

Letztes Jahr habe ich beschlossen, dass ich mehr Bewegung brauche. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, am Jahresende 1000 km auf der Uhr zu haben. Am 31. Dezember war ich zum letzten Mal unterwegs und stand bei 1001,1 km. Dieses Jahr werden es 1111km. Nicht nur, weil ich mir beweisen will, dass ich das kann, sondern, weil ich erkannt habe, dass Laufen und Walken etwas mit mir macht.

Es fördert die Konzentration, die Ausdauer und die Kondition, es kräftigt den Körper und die Lunge und gleichzeitig bringt mich die Waldluft völlig runter. Es sei denn, zwei Rehe stehen urplötzlich vor mir auf dem Weg, wir starren uns geschockt zwei Sekunden an und die Vierbeiner nehmen Reißaus, während mein Puls durch die nichtvorhandene Decke geht. Aber das ist das bisschen Restrisiko, mit dem man leben muss in der Wildnis.

Was aber immer immer ist: Es geht mir gut, wenn ich nach Hause komme. Matsch an den Laufschuhen, Matsch an der Laufhose aber rote Wangen und Glück im Herzen. Und das hält neben der Infarktprävention, der Osteoporoseprävention und ganz vielen anderen positiven Nebenwirkungen eben auch jung. Also: Raus mit Euch.

Zum Nachlesen hat übrigens auch der Spiegel einen interessanten Bericht über die Wirkung von Waldluft veröffentlicht. Sag ich ja.

LaSignorina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.